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Öcalan und die Kandil-Delegation: dritter Teil der Gesprächsnotizen

Rastî veröffentlicht den dritten Teil der Gesprächsnotizen aus dem angeblich am 1. und 2. Februar geführten Treffen zwischen Abdullah Öcalan und einer Kandil-Delegation – darunter Helin Ümit, Duran Kalkan und Sabri Ok –, deren ersten und zweiten Teil wir bereits veröffentlicht haben.

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Öcalan und die Kandil-Delegation: dritter Teil der Gesprächsnotizen

RastinewsWir veröffentlichen nun den dritten Teil des dreiteiligen Gesprächs zwischen Abdullah Öcalan und einer Kandil-Delegation (Helin Ümit, Duran Kalkan, Sabri Ok und weitere), das angeblich am 1. und 2. Februar stattfand und dessen ersten und zweiten Teil wir bereits veröffentlicht haben.

Liebe Rastî-Leserinnen und -Leser, wir haben Ihnen bereits zwei Teile der uns vorliegenden Notizen zu dem Treffen vorgestellt, das am 1. und 2. Februar 2026 angeblich zwischen Abdullah Öcalan, staatlichen Vertretern und einer Kandil-Delegation stattfand. Nun stellen wir Ihnen den dritten Teil vor.


Hier ist der DRITTE TEIL


AM MORGEN DES 2. FEBRUAR 2026 TRAF DER VORSITZENDE UM 9.34 UHR EIN.

DER VORSITZENDE SPRACH GLEICH IM STEHEN…

Ich sammle mich vor dem Schlafengehen. Wenn ich nicht ein, zwei Projekte hervorbringe, komme ich nicht zur Ruhe. Das werden wir jetzt besprechen, Sie werden es sehen, sagte er.

Die Führung sagte zudem, die Freunde sollten auch kommen, erst dann werde man beginnen – ohne sie werde man nicht anfangen.

Danach kamen die Freunde.

Hamili: Ich grüße die Freunde. Sie hier zu sehen, ist etwas sehr Historisches. Willkommen.

Vorsitzender: Diese hier sind eher Anhänger Duran Kalkans als meine. Das ist die Wahrheit. Ich bin der Wahrheit treu. Manche von ihnen sind auch osmanisch gesinnt. Teils osmanisch, teils auf eurer Linie. Das habe ich schon einmal gesagt. Fangen wir jetzt neu an. Wir machen einen ernsten Fehler in der Methode. Legen wir eine Methode fest. Was hat Bahçeli gesagt? Setze notfalls das um, was du im Flugzeug gesagt hast, komm ins Parlament, sprich, und das Recht auf Hoffnung soll angewendet werden, hat er gesagt. Er sagt, wenn du die Macht dazu hast, dann tu es. Er sagte, ich sei der offiziellen Politik gegenüber ablehnend eingestellt. Was soll ich tun, wenn nicht wütend werden. Hier ist der Staat etwas anderes. Er ist die Essenz dessen, was an der Spitze der Gesellschaft steht. Man muss sehr aufpassen. Politiker gehören zur unteren Schicht. Wir müssen ihnen auch die Größe des Staates auferlegen. (Er nahm den Zeitungsausschnitt mit der Meldung über den Kilim zur Hand.) Bahçeli hat, als er den Kilim entgegennahm, mit eigenen Worten gesprochen. Er sagt, der Weg zum Wohlstand führe genau hier hindurch. Auch der AKP will ich sagen: Auf Händlerspielchen falle ich nicht herein. Erst gestern hat ihr Sprecher gesprochen. Ich würde hart reden, aber aus Respekt lasse ich es. Er sagt, im Irak gebe es noch gewisse Überreste, die wir ebenfalls auflösen müssten. Ach, was für ein Dummkopf, was für ein Unseriöser. Sie haben geheime Agenden und erschweren damit die Lösung des Staates. Sie verstecken sich hinter dem türkischen Nationalismus und haben die große Republik in diesen verzerrten Zustand gebracht. Angeblich dient er, indem er den Nationalismus als Maske benutzt, denjenigen, die eigentlich als Feinde der Türken gelten müssten. Dabei wissen sie doch, dass es ohne Kurden keine Türken und ohne Türken keine Kurden gibt. Das versuchen sie zu zerstören. Bahçeli sagt, der Weg zum Wohlstand führe hier hindurch. Unverschämter, Niederträchtiger, wer bist du überhaupt? Du wirst deine Grenzen kennen! Sie werden diese Sprache aufgeben, dann werde auch ich das erfüllen, was mein Wort verlangt. Von nun an erkläre ich ihnen den Krieg. So kannst du nicht reden. Ihr werdet das unterbinden. Zahllose verdeckte Feinde und Professoren greifen mich wie von Sinnen an. Das geht nicht, dafür gibt es in keinem Buch einen Platz und keine Ethik. Ich werde auch im Iran, in Syrien und im Irak umsetzen, was mein Aufruf verlangt. Das lässt sich nicht länger hinauszögern. Ich setze den mit Bahçelis Aufruf begonnenen Prozess fort, ich bin dazu gezwungen. Aber dafür müssen Möglichkeiten und Voraussetzungen geschaffen werden. Sonst werden sie ständig angreifen und beleidigen. So geht das nicht. Heute Morgen sagt ein Niederträchtiger, wir müssten alle, also auch die im Irak, vernichten. Sie könnten behaupten, diese hätten den Staat übernommen – das stimmt nicht. Das akzeptiere ich nicht. Habe ich meinen Aufruf gemacht? Ja, das habe ich. Haben wir einen Waffenstillstand vereinbart und Abstand geschaffen? Ja, das haben wir. Haben die Freunde auf mich gehört und keine einzige Kugel abgefeuert? Ja, das haben sie. Im Gegenzug müsst auch ihr das Nötige tun. Diese haben eine Kampagne gestartet, wie man das zerstören kann. Ich werde angegriffen. Ihr müsst das stoppen. Ich will das nicht weiter ausführen. Manchmal unterbreche ich mich selbst, weil es missverstanden werden könnte. Aber ich wollte das kurz zur Methode mitteilen. Ihr könnt mich nicht wie einen Deli Dumrul oder einen Trottel hinstellen und über mich hinweg streiten. Der Erste, der 'Sayın' zu mir sagte, war Bahçeli – und genau diese Person wollte einst meine Hinrichtung. Jetzt nennen mich andere 'Terroristenchef'. Man muss sich anständig benehmen. Ob Regierung oder Opposition – ihr habt kein Recht, so etwas zu tun. Ihr werdet eine respektvolle Sprache verwenden. Seit gestern Nacht denke ich über Methode und Lösung nach. Sie bringen da eine gewisse Widersprüchlichkeit hinein. Das habe ich heute Morgen verstanden. Es heißt, man solle es nicht über Apo, sondern über andere Wege machen. Zunächst einmal: Wir arbeiten seit einem Jahr an der Frage von Fähigkeit und Eignung. Ich habe ausreichend Kraft. Diese Gruppe ist gekommen. Ich hatte Kritikpunkte. Diese Freunde sind nicht in der Lage, aus Scheu vor mir einfach zuzustimmen. Sie haben ihr Leben geopfert. Deshalb wird dies ein Treffen zur Vervollständigung und Entscheidungsfindung sein. Wir werden fragen: Gibt es Entschlossenheit oder nicht? Habe ich die Kraft dazu? Wir werden es sehen. Übermorgen kommen Şahin Cilo und seine Begleiter. Ihr werdet beobachten, ob wir ausreichend Kraft haben oder nicht. Seit anderthalb Jahren testen wir das. Es ist ein Treffen zur Vervollständigung. Es ist das Entscheidungstreffen unserer Debatte darüber, der bewaffneten Kampforganisation ein Ende zu setzen. Diese meine Kraft werdet ihr in der Person der Freunde sehen. Die Politik zu überzeugen ist eure Aufgabe. Morgen werde ich das auch für den Irak und die PJAK tun. Ich hatte einen Brief. Sie haben ihn nicht verschickt. Ich habe keinen methodischen Fehler gemacht. Ihr werdet ins Parlament und zum Staat gehen und sagen: 'Öcalan ist fähig und kompetent, Öcalans Entscheidungsmacht ist vollständig ausgebildet.' Ihr werdet die Politik und den Staat überzeugen. Zu versuchen, Öcalan als Vorwand zu benutzen, ist eine Niedertracht. Das ist meine Fähigkeit, das ist meine Kraft. Diese Fähigkeit und Eignung gehören mir. Sie werden das nicht verdrehen. Der 40 Jahre währende Krieg verlief nicht so, wie ich es wollte. Es war ein Aufstandsversuch, den ihr vermasselt habt. Das habe ich kritisiert. Ich habe Kraft. Aber wenn es nicht klappt, ziehe ich mich zurück, und ihr werdet mit eurer eigenen Art der Kriegsführung weitermachen. Aber nicht in meinem Namen. Ich fliehe nicht vor dem Krieg, aber du wirst sagen müssen: Ich konnte die Methode Öcalans nicht umsetzen. Du wirst erklären müssen: Ich bin hier, ich entwickle eine neue Führung und eine neue Art der Kriegsführung, aber ich tue das nicht im Namen Öcalans. 40 Jahre lang habe ich eure Art ertragen. Aber fragt mich, wie ich das ertragen habe. Man hat mich als 'Babymörder' bezeichnet. Jeder wird 'Babymörder' genannt, ich darf nicht so genannt werden. 40 Jahre lang trage ich das Leid davon, aber ihr werdet mich eure Art der Kriegsführung nicht mehr erleiden lassen können. Ihr werdet die Herren sowohl des Krieges als auch des Friedens sein. Wenn ihr wollt, könnt ihr mich aussortieren, aber ihr könnt mich nicht zum Werkzeug eurer eigenen Kriegsführung machen. Dann geht doch mit euren Politikern, die den Terror bekämpfen, und beendet den Terror, wenn dem so ist. Auch der Bewegung sage ich: Dann geht und führt es mit eurer eigenen Art der Kriegsführung fort, ohne mich als Werkzeug zu benutzen. In eurer Art der Kriegsführung gibt es Tausende Fehler. Die Kriegsmaschine und der Kriegsapparat nähern sich. Wenn innerhalb von drei Monaten kein Ergebnis erzielt wird, wird es wie in Aleppo. In Aleppo ist im Namen des Staates ein Flügel aktiv geworden. Auch diese respektablen Amtsträger sind aktiv geworden. Deshalb habe ich mich bedankt, dass sie das blutige Bild gestoppt haben. Der Euphrat wurde überschritten, so wie einst der Rubikon überschritten wurde. Es gibt ja jenen berühmten Satz: Ist der Rubikon einmal überschritten, lässt sich dieser Krieg nicht mehr aufhalten. Ich sagte daraufhin, wenn der Euphrat überschritten wurde, dann habe das eine ebensolche Bedeutung. Wie dem auch sei, durch unsere Bemühungen wurde eine Einigung erzielt. Aber die Umsetzung wird wieder auf meinen Schultern lasten. Eine schwierige Aufgabe. Eine Aufgabe, die das Schicksal des Nahen Ostens bestimmen wird.

Nun, zusammenfassend: Man wird mir nicht die Trommel um den Hals hängen können, damit dann jeder mit dem Schlegel darauf schlägt, den er will. Wenn ihr die Fähigkeiten dazu habt, könnt ihr sie anwenden. Es gibt ein Komitee, ihr sprecht euch ab und macht es. Wenn ihr es aber mir zuschreiben wollt, geht das nicht. Als Sultan Mehmed II. (Fatih) mit gerade 14 Jahren, nachdem sein Vater Murad II. ihm den Thron überlassen hatte, im Krieg in Bedrängnis geriet, soll er seinem Vater folgenden Brief geschrieben haben: Vater, wenn der Padischah du bist, dann komm und übernimm den Befehl über das Heer; wenn der Padischah ich bin, dann befehle ich dir, komm und übernimm den Befehl im Krieg. So gewann Murad II. die Schlacht von Varna. Genau das sage ich auch: Wenn ihr die Paschas seid, dann bitte, führt den Krieg fort. Wenn ihr es aber nicht könnt, dann lasst mich diesen Frieden herbeiführen, lasst mich den Krieg beenden. Die Politik hat, indem sie sich immer weiter hineinfraß, das große Imperium aufgezehrt; erst in den 1920er Jahren kam dieser Niedergang zum Stillstand.

Du hast den Frieden nicht zustande gebracht, du hast auch den Krieg nicht geführt. So steht es um die Politik. Jetzt habt ihr mich zum Dienst gerufen. 40 Schlegel sind aufgetaucht, und alle schlagen auf die Trommel ein. Wie soll man diesen Lärm ertragen? Das habe ich schon im Prozess von 2012 gesagt. Ihr habt mich angebunden, und 150 Hunde greifen an. Ich sagte, lasst mich gegen sie kämpfen. Das habe ich gegen die FETÖ gesagt. Aber sie haben nur gelacht und sind darüber hinweggegangen. Später kam heraus, was tatsächlich geschah. Es gibt ein Sprichwort dazu: Wird aus einem vierzig Jahre alten Kâni noch ein Yahni? Ich weiche nicht aus, es hat sich Entschlossenheit gebildet. Auch die vollständige Zahl der Beschlüsse ist bei diesem Treffen auf ein ausreichendes Niveau gekommen. Was übrig bleibt, ist eine Frage von Kraft und Fähigkeit. Wir müssen uns bemühen, diesen Frieden zu sichern. Bahçeli sagt, beim Teppichhandel sei Punkt A die Republik Türkei und Punkt B die Gründungsführerschaft. Wenn Devlet Bahçeli das im Namen des Staates sagt, werden es auch die anderen tun. Um die Scharlatanerien der anderen Parteien kümmere ich mich nicht. Andere Parteien dürfen es nicht ihrem eigenen Stimmenkalkül opfern. Es ist eine Lebensfrage des Staates, dieser Augenblick ist der entscheidende Augenblick. Man hat es von mir verlangt, sie selbst sind gekommen und haben das Gespräch geführt. Das ist meine Entscheidungskraft, und meine Fähigkeit ist bewiesen. Seit anderthalb Jahren habe ich dafür Geduld gehabt. Ihr werdet hingehen und diese Kompetenz zum Ausdruck bringen. Unsere Bedingung ist folgende: Es ist erforderlich, dass Öcalan an die Spitze der Exekutive tritt. Das ist notwendig. Ob sie darüber per Politik entscheiden wollen, sollen sie es tun. Ich spreche aus freiem Willen, und auch die hier Anwesenden sprechen frei von jedem Druck. Ihr habt die Dokumente gelesen und die fehlenden Teile durch Lektüre ergänzt. Ihr seid in der Lage, neue Beschlüsse zu fassen. Es gibt Aufgaben, die ihr im Zusammenhang mit diesem Prozess erledigen müsst. Der Auflösungskongress hat mir gefallen, er war besser, als ich erwartet hatte. Auch die Briefe waren mehr als reif. Aber es gibt Schritte, die ihr erwartet. Darin habt ihr recht. Aber in der Politik herrscht Verwirrung, es gibt einen gordischen Knoten. Ich werde versuchen, das noch ein bis zwei Wochen zu überstehen. Ich werde diese Possenspiele und diese Demagogie nicht dulden. Der rentenorientierten Staatsführung muss endgültig ein Ende gesetzt werden. Schluss damit, den Staat derart in Schulden zu versenken. Der Staat muss reformiert werden. Auch diese Institution hat die Aufgabe, den Staat zu einer hundertjährigen Reform zu führen. Der Vorsitzende der Institution hat eingeladen, ich sagte, ich unterstütze die Reform. Man hatte gemeinsame Vernunft vorgeschlagen. Ich bin bis zum Ende dabei. Die Loyalität der Organisation ist offenkundig. Dann besteht kein Grund, dies in die Länge zu ziehen. Wenn es politische Schwächen, Sicherheitsschwächen gibt, werde ich tun, was in meiner Macht steht. Ich sehe, die Politik ist sehr verrottet. Wenn nicht eingegriffen wird, wird sie großen Schaden nehmen. Die kurdische Dynamik ist in Bewegung geraten, ich kenne sie gut. Ich drohe nicht, aber sollte sich diese Dynamik vom Staat lösen, wäre das nicht wiedergutzumachen. Weil ich diese Dynamik nicht vom Staat losgelöst, weil ich den Aufstand gestoppt habe, haben Israel und die Griechen keinen Fußbreit Boden übrig gelassen, auf dem ich hätte bleiben können. Sie haben mich nach Oslo gelenkt und gesagt: Komm, lass uns gemeinsam den Staat führen. Ich habe seit '93 nicht so gehandelt, wie sie es wollten. Nun, was geschieht, wenn sich das als vergeblich erweist? Ihr seid verantwortlich für die Kriegskraft des aufständischsten Volkes, einer Dynamik von 60 Millionen.

Warum habt ihr das nicht weiterentwickelt? Seit 40 Jahren kämpft ihr. Wie alt seid ihr inzwischen geworden. Ihr Armen, in was für einem Zustand seid ihr. Ich würde sagen, die Frauen führen euch, aber das wird missverstanden. Ich glaube zu 90 Prozent, dass der Frieden erfolgreich sein wird, aber nehmen wir an, die Politik ist blockiert. Ihr werdet diese objektive Konter- und blinde Kriegsführung aufgeben und Vorkehrungen entwickeln. Wie soll TUSAŞ bewertet werden. Das Timing des 15. August war falsch, und es kam zwei Jahre zu spät. Es hätte gegen die Grausamkeit in den Gefängnissen gerichtet sein sollen. Unsere bewaffnete Propagandakraft hatten wir in Siverek gezeigt. Castro hat mit 10 Kadern Diaz zurückgeschlagen. Diyap war nicht zahlreicher als ihr, aber sie haben die Franzosen besiegt. Du sagst, Hogır hat es getan. Gut, dafür, dies zu verhindern, bist du verantwortlich. Der politische Kommissar bist du. Du hast viel Widerstand geleistet, du hast viel gearbeitet. Euch bleibt nur noch wenig Lebenszeit, ein toter Kämpfer eines toten Lebens gewinnt nicht. Was mir gegenwärtig angetan wird, ist seelische Folter. Ich habe selbst den Krieg im Geschmack eines Türkü geführt. Wenn es so weitergeht, werden sie euch nicht am Leben lassen. Sie werden vorgehen wie in Aleppo.

Deshalb muss der Staat in die Politik eingreifen und sie auf die richtige Linie bringen. Auch ich werde mich auf PJAK und andere Bereiche ausdehnen und mich für den Frieden bemühen. Bahçeli hat ja gesagt: „Für den Wohlstand ist das notwendig.“ Die Trommel hängt um meinen Hals, und jeder, der kommt, schlägt darauf. Der Trommelklang ist schrecklich. In der Kakofonie ist die Stimme des Friedens nicht zu hören. Man hört nichts. Warum ziehen wir das in die Länge? 80 Prozent der Gesellschaft wollen Frieden. Die Unterstützung für die Methode hingegen wird mit 20 Prozent angegeben. Die Gesellschaft sagt, diese Methode sei falsch. Lasst uns die Gesellschaft, die sich an der Methode stört, nicht der Folter aussetzen. Ich fasse zusammen. Ihr könnt Weg und Methode vorschlagen. Ich weiß, dass auch die Aufgabe der Verantwortlichen sehr schwer ist. Auch die Frage der Frist und so weiter ist falsch. Dieser Augenblick ist der Augenblick. Der Tag ist ein Tag des Gelingens, ein Tag neuer Beschlüsse und ein Tag des Kampfes. Lasst uns Kampf nicht mit Kriegführen gleichsetzen. Was habe ich nach Aleppo gesagt: Der Tag ist der Tag des neuen Kuvayi-Kampfes, sagte ich. Das heißt, lasst uns 24 Stunden arbeiten, und die Umwälzungen in der Region beeinträchtigen unsere Arbeit. Selbst von drei Monaten zu sprechen ist falsch. Die Zeit zu verschieben heißt, Glücksspiel zu spielen. Man muss sofort handeln. Man weiß nicht, was Trump gleich gegenüber dem Iran tun wird.

Offizieller: Vor vier Monaten konnte niemand vorhersehen, dass Amerika in Syrien so vorgehen würde. Was in Syrien gefährlich ist: Man hat versucht, auch einen Krieg zwischen Arabern und Kurden zu schüren, obwohl es sich um uralte Völker handelt, die zusammenleben. In Europa gab es einen Messerangriff auf eine Aktion der euren. Es gab Verletzte.

Vorsitzender: Eigentlich wollten sie mit diesem Konflikt den kurdisch-türkischen Konflikt weiterentwickeln. Der arabische Krieg wirkt wie ein Nebenthema.

Hamili: Falls ein Schritt unternommen wird, habt ihr über die rechtliche Grundlage gesprochen? Habt ihr diskutiert, was geschehen wird?

Vorsitzender: Na, was sagst du denn, bave min? Die Leute sind blockiert, die Politik ist blockiert. Aber wir sprechen über das, was darüber hinausgeht. Es gibt arabisch-nationalistische Kryptos. Es gibt auch akademische Persönlichkeiten. Auch sie sind Kryptos.

Offizieller: Arabisches Kapital hat begonnen, Einfluss zu nehmen. Mit Geld und Lenkung haben sie dazu ermutigt, Syrien als arabische Republik Syrien zu definieren. Dabei war das eine falsche Formulierung. Abdullah Bey hatte die Republik Syrien vorgeschlagen. Bei der Iran-Frage war es genauso. Wie die Sache mit dem Windhund und dem Hasen.

Vorsitzender: Ich spreche von arabischem Krypto-Nationalismus. Es gibt eine Haltung, die in Katar, Saudi-Arabien und der Türkei die Kurden und in Syrien die Türkei zur Zielscheibe macht.

Abbas Ark: Die Saudis sollen 4 Milliarden Dollar gegeben haben.

Vorsitzender: Katar soll noch mehr gegeben haben. 40 Milliarden, sage ich, von Katar. Nimm diese meine Aussage ernst. Sie haben Şara angreifen lassen. Es gibt abscheuliche Absichten.

Sabri Ark: Auch wir haben darüber diskutiert. Wir haben dasselbe gesagt. Besonders die Sprache der Medien und die Sprache des Staates ändern sich nicht.

Vorsitzender: Diese Sprache ist nicht richtig. Ihr beschuldigt den Staat. Die Kryptos bewegen sich in jedem Kanal. Ich sage, sie schüren den türkischen Nationalismus. Ihr sagt, der Staat hat es getan. Das wird nicht vom Staat veranlasst.

Auch über den Iran sind Kryptos im Einsatz. Ihr kennt die Kryptoleute besser als ich. Die Kryptoleute setzen den Staat außer Kraft und hetzen ihn auf uns. Sie haben sich im Inneren des türkischen Staates festgesetzt. Ihr wisst, wer Van Baeth ist. Er reist nach Ungarn. Er organisiert den zionistischen Kongress. Es gibt einen Kurdistan-Zweig, die Barzanis... Krypto-Nationalismus ist ein Nationalismus, der im Dienst anderer Staaten steht. So verhält es sich auch mit der KDP und Barzani. Ich sage das, damit es bekannt ist. Es gibt Bestrebungen, Kurden und Türken Kopf an Kopf gegeneinander aufzuhetzen. Ich sage nicht, kämpft dagegen. Seit den Kreuzzügen gibt es eine solche Situation.

Abbas Ark: Am meisten machen das die Juden.

Vorsitzender: Ja, über Thessaloniki wurde der Krypto-türkische Nationalismus, über Mossul der Krypto-kurdische Nationalismus in den Dienst des Zionismus gestellt. Das gibt es seit Abdulselam. Der türkisch-kurdische Konflikt hat das Imperium geschwächt, das muss man verstehen. Wie soll ich das noch deutlicher erklären. Sie wollen Kurden und Türken gegeneinander in den Krieg treiben. Sie wollten die Kurden aus Aleppo vertreiben und haben Millionen Dollar dafür ausgegeben. Das ist auch die Bedeutung des Misak-ı Millî (Nationalpakt), Mustafa Kemal musste Zugeständnisse machen. Der Gouverneur von Erzurum, Hüseyin Avni, sagt, wir können keine Zugeständnisse machen. Daraufhin sagt M. Kemal: Wenn wir keine Zugeständnisse machen, werden wir die Republik nicht gründen können. Lasst uns zuerst den Staat gründen, dann schaffen wir die Möglichkeiten. Jetzt müsst ihr diesem Geist entsprechend handeln. Jetzt sagen sie: Wir haben den Angriff gegen die Kurden begonnen, wir haben gewonnen, lasst es uns zu Ende bringen...

Offizieller: In Syrien ist diese Sache erledigt. Eine Einigung wurde erzielt. Jetzt laufen die Gespräche weiter. Syrien bewegt sich auf einer geeigneten Grundlage voran. Ich finde, auch die anderen Genossen sollten sprechen.

Hamili: Ich wusste, dass ihr euch an die Beschlüsse halten würdet, die wir gefasst haben. Wir danken. Es war gut, dass der Kongress so verlaufen ist. Über den Genossen Abbas haben wir gesagt, er sei die Stütze und der Ideologe der Partei.

Abbas: Wir sind nach einer Vorstandssitzung hierhergekommen. Wir sind mit einer gemeinsamen Auffassung gekommen.

Vorsitzender: Mit wie vielen Personen habt ihr euch versammelt.

Abbas Ark: 13 oder 14 Personen. Alle haben Vertretungsmacht. Wir haben gemeinsam diskutiert.

Offizieller: Auch Karayılan hat einen Aufruf gemacht und gesagt, geht auf die Straße für den Serhildan (Volksaufstand).

Vorsitzender: Die Kryptos im Staat zu liquidieren ist nicht einfach. Es sind große Geldsummen im Umlauf. Das nur zur Erinnerung von uns.

Hamili: An der Metina-Linie gab es bei der gegenseitigen Stellungsbeziehung drei Punkte. Besteht das Problem weiterhin? Wurden dort Vorkehrungen getroffen?

Abbas Ark: Es besteht kein Konfliktrisiko.

Sabri Ark: Es gibt das, was unsere Führung gesagt hat. Man kann nicht bei Schnee und Kälte beide Füße in einen Schuh zwängen. Solange sie sich nicht einmischen, kommt es zu keinem Konflikt. Wir haben die Kontrolle, es ist keine einzige Kugel gefallen.

Vorsitzender: Meiner Meinung nach haben diese Genossen die Lage im Griff und erfüllen ihre Aufgaben. Auch die Şahin-Genossen erfüllen ihre Aufgaben. Die Disziplin ist lückenlos. Was morgen geschieht, wissen wir nicht.

Beamter: Es herrscht eine emotionale Stimmung. Sie haben sich im Feld bekämpft. Der Rückzug, die Räumung müssen weitergehen. Man muss ihnen das zugutehalten: Es gab einen Rückzug aus strategischeren Gebieten. Der Rückzug von dem Ort, von dem wir jetzt sprechen, ist nicht so strategisch. Zuvor hieß es, es sei nicht die Zeit für einen Rückzug. Sie erklärten es mit den bestehenden Mängeln. Dann wurde die Rückzugsentscheidung bekanntgegeben, das schuf eine positive Stimmung. Drohnen usw. wurden abgeschossen. Aber in dem Gebiet, das wir geräumt haben, haben wir gemeinsam nach den Leichen gesucht. Seite an Seite. Das war positiv. Wir haben alle politischen Parteien besucht. Herr İ. ging zur Parlamentskommission. Es kamen hundert Fragen. Er sagte, wir sollten nichts tun, was dem Stolz der Türken und der Ehre der Kurden schadet. Das war vertrauensbildend und gut für die Vermittlung an die Öffentlichkeit.

Vorsitzender: Es gibt keinen Zweifel an ihrer Aufrichtigkeit. Ich muss an der Spitze der Exekutive stehen. Ich muss in einer exekutiven Position sein. Mein strategisches Ziel ist der Frieden, und den gilt es zu verwirklichen. Sie sprechen von meiner Freiheit – drücken Sie das nicht mit falschen Worten aus. Diese Angelegenheit ist für die Exekutive notwendig. Sie können sich den Iran vornehmen, aber das eigentliche Ziel ist die Türkei. Seit den Kreuzzügen gibt es Zorn auf die Kurden, die den historischen Plan durchkreuzt haben. Sie haben die Araber zu Anti-Türken gemacht. Was sie jetzt zu erreichen versuchen, ist, einen anti-türkischen Kurden zu erschaffen. So sind sie schon seit Saladin (Selahattin Eyyübi). Ein englischer General kommt an sein Grab und sagt: „Oh Saladin, steh auf, ich bin gekommen.“ Wer ist Karayılan? Ein Kurde. Aus Arabanlı. Er schlägt die Franzosen in die Flucht. Die Stämme von Suruç leisten großen Widerstand. Sie haben Frankreich zurückgedrängt. Im Karayılan-Lied wurde sogar die Zeile „Schlagt den kurdischen Knecht“ geändert, in „Schlagt den türkischen Knecht“... Anatolien wird vom Nahen Osten aus eingekreist. Was kann eine auf Mittelanatolien beschränkte türkische Streitmacht von 50.000 Mann schon ausrichten? In der Türkei hat sich eine Auffassung verbreitet, wonach man umso türkischer sei, je mehr man die PKK beschimpft. Das ist Lüge und Betrug. Was hat das damit zu tun? Sie sind wütend auf mich, weil ich das Spiel durchkreuzt habe. Bahçeli hat mir Geschenke geschickt. Im Gegenzug habe ich diesen Teppich geschickt. Ist das eine Lüge? Nein. Bahçeli hat meine Rolle verstanden und mit der Botschaft geantwortet, die er beim Entgegennehmen des Kelims sandte. Ich werde gegenüber dem anderen faschistischen Block nicht ohne Selbstverteidigung bleiben.

Beamter: Selbstverteidigung ist ein gefährlicher Begriff.

Vorsitzender: Genau das meine ich damit, diesen rechtlichen und politischen Boden zu schaffen. Das ist unbedenklich. Ohne das gibt es auch keine Lösung. Wenn das Notwendige nicht getan wird, werden die Waffen nicht niedergelegt. Das sage ich als Feststellung.

Hamili: Gab es jemanden, der sich gegen die demokratische Integration gestellt hat? Das interessiert mich. Wird die positive Revolution diskutiert?

Abbas Ark: So etwas gibt es nicht. Die Diskussionen über die positive Revolution laufen seit „Bir Halkı Savunmak“ (Ein Volk verteidigen) weiter. Es gab eine Transformation.

Helin: Eine Diskussion und eine Transformation hatte es ohnehin schon vorher gegeben.

Vorsitzender: Ja, es hat eine Entwicklung und Transformation gegeben. (Der Vorsitzende nahm den Gesprächsentwurf zur Hand und las den ersten Punkt vor.) Vom Aufstand gegen die TC (Republik Türkei) zur Integration: weder Assimilation noch ein separater Nationalstaat. Demokratische Integration. Es gibt die Methode der Assimilation. Sie haben die 7-T-Formel angewandt. Mehmet Bayrak hatte das erklärt.

Zweitens: das von den Barzanis angeführte Nationalstaatsprojekt. Auch Israel zielt darauf ab. Diese können keinen Gedanken außerhalb des Nationalstaats vertreten. Es ähnelt den arabischen Emiraten. Wir haben den Nationalstaatsgedanken abgelehnt. Ein weiterer Grund ist mein Kampf mit Barzani – ich habe mich gegen den primitiven Nationalismus gestellt. Die Kryptos beschuldigen mich, ein zweites Israel gründen zu wollen. Dabei habe ich das vor Jahren abgelehnt. Innerhalb des türkischen Staates gibt es ihre Leute, die das zweite Israel gründen. Der dritte Weg ist die demokratische Integration. Sie kann auch erzwungen sein, aber am richtigsten ist die freiwillige und demokratische, also die durch den Willen des Volkes zustande gekommene. Wir wollen uns mit der Republik, das heißt mit ihrer Gesellschaft, integrieren. Als Kader erhaltet ihr eine intensive Schulung. Diese beiden Entwürfe wurden für diese Vertiefung vorbereitet. (Das Manifest und das D.-Integrationsdokument meinend)

Ein weiterer Punkt: Warum konnte sich der Existenzkampf der PKK nicht in einen Freiheitskampf verwandeln. Die Auflösung des realen Sozialismus usw. … Als wir 1993 erreichten, war die Existenz bewiesen. Özal schickte eine Nachricht. Ich dachte nach – er behielt recht. Auch Demirel sagte es in Midyat. Er sagte, wir erkennen die kurdische Realität an. Ahmet Türk und Sırrı Sakık waren nach Aleppo gekommen. Ich habe sie getroffen, verstand aber nicht, warum sie gekommen waren. Viel später sagten sie, Demirel habe uns dahin geschickt. Ich dachte, sind sie gekommen, um Kollaboration zu betreiben? Damals war ihre Haltung richtig und wertvoll. Ich war politisch nicht stark. Wir haben ohnehin jedem, der kam, das Etikett des Kollaborateurs aufgedrückt. Genau wie das, was ihr nach TUSAŞ gesagt habt. Als sich der reale Sozialismus auflöste, begab ich mich auf die Suche, aber dann stellte ich fest, dass die PKK ihr Verfallsdatum erreicht hatte. Den Beweis der kurdischen Identität haben wir mit unserem Leben und Blut erbracht. Das ist keine Sache, die erst mit Şara oder der AKP begonnen hätte. Es gibt Hayris berühmten Satz. Als er sich zum Todesfasten entschied, sagte er: „Wir haben es geschafft.“ Genau diese Tradition, die „wir haben es geschafft“ sagt, hat die kurdische Existenz bewiesen. Auch der berühmte Satz von Seyit Rıza, „Möge es euch zur Last werden“, ist so etwas. Die Bedeutung des Widerstands von Diyarbakır und unseres Aufbruchs von '92, einschließlich des großen Widerstands in Botan. Aber wir konnten es nicht fortsetzen. Weder in ihrer Politik noch in ihrer Diplomatie noch in ihrem Krieg konnte die PKK dieser Tradition gerecht werden. In den 2000er Jahren begann der geistige Wandel mit der Demokratischen Republik. 2012 begann er Gestalt anzunehmen, wurde aber sabotiert. Die FETÖ (Gülen-Bewegung) hat das zunichtegemacht.

Ich werde es gleich erklären. Wir haben Kräfte. Wenn eine gesetzliche Garantie gegeben wird, kommen sie und beteiligen sich an der Politik. Aber dafür braucht es eine Garantie. Es muss eine Garantie gegeben werden, die das Recht auf demokratische Politik gewährt. Nehmen wir an, die Genossin Bese kommt. Bewaffnet, als Anführerin – die Polizeiwache verhaftet sie. Das tut sie zwangsläufig, weil es Recht geben muss. Bei erschwerter lebenslanger Haft, wie soll sie da kommen? Die Genossin Bese ist wertvoll und mutig. Sie war mutig im Krieg wie im Frieden. Richtet ihr Grüße aus. Auch Bahçeli sagte, hätte es doch nur Recht gegeben, dann wären sie gekommen. Geht ins Parlament, in die Kommission, und erzählt das.

Dritter Punkt: die große Blockade in der Republik... Als man sich den 2000er Jahren näherte, nutzten die Nationalisten alle aus dieser Ideologie verbliebenen Kriegsressourcen gegen uns. Ihr Programm geriet im Krieg in eine Sackgasse. Sie hatten auch ihre Anführer. Erbakan entwickelte eine Formel gegen uns. Man solle den Anführern ein fünfjähriges politisches Verbot auferlegen. Ein Brief erreichte mich. Wir trafen uns im Büro von Haddam. Ich erhielt den Brief und schrieb einen Gegenbrief. Danach wurde Erbakan von der Macht gestürzt. Das ist eindeutig. Die Nationalisten steckten in einer großen Sackgasse fest und blockierten ihrerseits. Erbakan fiel, und die AKP wurde durch eine von London ausgehende Operation an die Macht gebracht. Man spielte Erbakan ein Spiel und ließ ihn in Blut und Schweiß zurück. Die letzten Worte ihres Anführers waren: „Der Zionismus hat mich in diesen Zustand gebracht.“ Sein Sohn schlägt jetzt einen anderen Ton an. Man kann die englisch-arabische Beziehung, Katar und Barzani mit einbeziehen. Ihr gemeinsames Projekt ist es, mich und die PKK vollständig aus dieser Formel herauszudrängen. Es begann mit „Nein zu Apo, Ja zur PKK“. Darüber wurde die Auflösung entwickelt. Auch Erbakan wurde über uns anvisiert. Dass ich hierhergebracht wurde, war eine Mossad-Operation. Man sagte, ziehen wir den Stift, soll es hier wie eine Bombe explodieren. Mikail Robin hatte gesagt, Apo habe noch drei Monate zu leben, er werde gehängt werden. Der berühmte General Atilla kam. Er sagte, vier Generäle warten auf dich, schreib einen Text, sie warten auf dich. Meine Vertiefung in dieses Thema gab es ohnehin schon in den 90er Jahren. Ich schrieb kurz das Demokratisierungsprogramm. Dann ging er, kam zurück und sagte, die Hinrichtung sei gestoppt. Auch der Generalstab war einer Lösung gegenüber nicht verschlossen. Sie sagten, es werde keine Hinrichtung geben und Ähnliches. Sie hätten eine Lösung akzeptieren können, um die Blockade zu überwinden. Sie wissen, dass ein Attentat auf Kıvrıkoğlu vorbereitet wurde. Auf Zypern wird, glaube ich, neben ihm ein Soldat erschossen. Auch İsmail Karadayı – die Beziehung, die ihr über Brüssel hergestellt habt, ist dieselbe. Er war im Namen der Abteilung für Beziehungen mit der Gesellschaft (TİB) in Kontakt getreten. Auch mit dem Genossen Sabri hatten sie drinnen indirekten Kontakt.

Sabri Ark: Ja, sie sind indirekt mit uns in Verbindung getreten.

Vorsitzender: Damals sagte man, Erbakan könne es nicht schaffen, aber die Militärs könnten es. Eigentlich hatten sie damit ein Stück weit recht. Dann war mit dem Anschlag vom 11. September alles vorbei. Es gab jemanden, der im Namen Ecevits kam. Er kam einmal und kam nicht wieder. Ecevits Krankheit verschlimmerte sich. Ecevit war ohnehin gegen die Todesstrafe. Er starb an seiner Krankheit. Danach wurde die Lösung auf Eis gelegt. Genau das meine ich, wenn ich von der Entwicklung des kurdisch-türkischen Krieges spreche. Hätten damals die Bedingungen gestimmt, hätten wir diese Lösung entwickeln können.

Ein weiterer Punkt … die Blockade mit der AKP überwinden … Das ist sehr wichtig. Verfolgt die AKP das, versucht sie es zu verstehen? Sie waren schon 2015 in diesem Prozess dabei. Bei der Entmachtung Assads und ebenso in der Beziehung zu Sharaa besteht Einvernehmen über die Entmachtung der Kurden. Achten Sie darauf: In allen aus London stammenden Meldungen wurde der YPG die Schuld gegeben. Noch heute Morgen war die erkennbar von dort ausgehende Rede die, dass die YPG Terroristen seien. Das ist eine britische Vorgabe und ihr Kalkül. Man will, dass ich in dieser Region völlig wirkungslos gemacht werde, und an meiner Stelle will man dem barzanischen Nationalstaatsdenken den Weg ebnen. Auch ich wurde in strikte Isolation genommen. Sogar die Todesstrafe wurde ins Spiel gebracht, hätte der Generalstab es nicht verhindert. Das Ergebnis war Isolation. Ziel war die Schaffung eines kollaborierenden Kurden. Erst kürzlich kam Barzani mit seinen bewaffneten Männern nach Cizre. Bahçeli kritisierte ihn, dann streckte er Bahçeli die Hand entgegen. Danach kühlte er ab. Er sagte, der alte Wolf sei wieder auferstanden. Der Grund für diesen Zorn war die Bedeutung und der Stellenwert, den Bahçeli mir, also Öcalan, beimaß. Jetzt verfolgen wir Syrien im Dialog mit dem Staat. Die Briten haben Sharaa an die Macht gebracht. Diese Lage zeigt sich sehr deutlich. Was wurde Israel mit dem Pariser Abkommen gegeben? Es gab neues Territorium. Ich sage dem Sprecher der AKP: Warum habt ihr dann kein Wort zur Autonomie Israels? Das heißt, hinter euch stehen die Briten. Den Kurden werdet ihr Terroristen nennen, aber zu ihnen werdet ihr schweigen. Dann werde ich sagen: Eure Beziehung besteht zu den Briten.

Şahin Cilo ist ein Genosse von mir. Man sagt, mit einem Terroristen könne es kein Abkommen geben. Er fragt, ob man das unterschreiben könne. Es wurde unterschrieben. Jetzt sagt man ihm, er solle sich Barzani ausliefern. Das hat man auch mir gesagt. Wir liefern uns Barzani nicht aus. Ich werde gleich ein Projekt und eine Planung vorschlagen. Lassen Sie mich beim Rahmen bleiben. Die Nationalisten haben ihre Ideologie in der kurdischen Frage aufgegeben. Jetzt wollen sie die kurdische Lösung nicht mehr mit einer säkular maskierten Ideologie, sondern auf islamischer Linie betreiben. Sie haben zahlreiche Orden gegründet. Sie wollten die Basis der PKK umformen.

Die Barzanis wiederum sind darüber verärgert, dass ich die demokratische Republik anführe. Barzani hat darüber hinaus keinen Plan. Dieser Krieg wird weitergehen, auch innerhalb der PKK können manche Persönlichkeiten gegen mich sein. Aber ich werde dieses Projekt fortsetzen. Auch der Plan, die PKK über die AKP zu entmachten, geht weiter.

Vierter Punkt: die historische Tiefenströmung, die Auflösung der kapitalistischen Moderne, der Aufbau der demokratischen Moderne. Betrachtet man in der Geschichte sowohl die staatliche Struktur der Seldschuken als auch die der Osmanen, so ruht die Präsenz der Türken im Nahen Osten auf zwei Säulen. Wer die Geschichte einigermaßen sinnvoll betrachtet, muss das anerkennen. Auch den Begriff „Kurdistan" hat als Erster Sultan Sencer verwendet. Er ist auch der Namensgeber der heutigen Provinz Kurdistan im Iran. Wichtig ist auch, dass ihr Zentrum Hamadan war. Ein türkischer Sultan, aber das Gebiet, über das er seine Herrschaft errichtete, gehört zur kurdischen Kultur. Bis heute ist Hamadan Wiege zweier Kulturen. Auch Malazgirt (Manzikert) haben wir in diesem Rahmen gedeutet. Ahlat, die Marwaniden usw. gehören ebenfalls dazu. Wo war Alp Arslan drei Monate vor der Schlacht von Malazgirt, am 15. Mai? Zwei Monate verbringt er in Silvan, der Hauptstadt der Marwaniden. Dort bereitet er sich auf die Schlacht vor. Wenn das kein gemeinsamer kurdisch-türkischer Krieg ist, was dann? Sonst hätte Byzanz sie bis südlich des Van-Sees zurückgedrängt. Alp Arslan ist ebenso sehr ein kurdischer wie ein türkischer Anführer. Das ist die wahre Tiefenströmung der Geschichte.

Hätte es eine kurdische Reform gegeben, wäre es ein Leichtes gewesen, ein Weltreich wie das der Briten zu werden. Weil die Briten daraus eine Lehre gezogen haben, wollen sie das kurdische Standbein unbedingt gegen das türkische Staatssystem in Stellung bringen. Anfangs habe auch ich die Türkische Republik als kolonialistisch und völkermörderisch bezeichnet, mit der Zeit haben wir verstanden, dass dies die Fortsetzung eines größeren britischen Plans ist. Dass mir auf der Welt keine Handbreit Boden gelassen wird, ist Teil dieses Plans. Unsere Antwort darauf ist die Lösung der demokratischen Moderne, die Lösung der demokratischen Integration.

Fünfter Punkt: der Dialog zwischen Staat und PKK. Beginnend mit Şexmaqsut wurde eine Putschmechanik in Gang gesetzt. Diese ist sowohl in der Regierung als auch in der Opposition ziemlich gut organisiert. Politische Parteien sind dabei die Stoßkraft. Schlüsselparteien sind etwa die Zafer Partisi und die İyi Parti. Diese sind die Stoßkraft.

Der Dialog mit dem Staat ist wichtig und wertvoll. Man kann sogar von einer substanziellen Entwicklung sprechen. Der Dialog einer auf Gewalt gestützten Organisation mit dem Staat ist für sich genommen bereits eine Entwicklung. Es besteht keinerlei Grund, dies zu verharmlosen oder kleinzureden. Dieses Bündnis entspricht auch dem Geist des Sozialismus. Da im türkischen Staatsapparat derart viele Krypto-Strukturen verankert sind, ist die Anstrengung derer, die diesen Weg suchen, umso wertvoller. Doch auch der strategische Fehler muss überwunden werden, das heißt, es ist zwingend notwendig, dass ich die Führung der Umsetzung übernehme.

Dass Öcalan an der Spitze dieser Sache steht, ist eine historische Aufgabe. Dieser Schritt ist mindestens so wertvoll wie der nationale Befreiungskrieg. Denn eine kurdische Dynamik ist in Bewegung geraten. Es ist zwingend, dass ich an ihrer Spitze stehe. Die türkische Seite wird die Assimilation aufgeben, die kurdische Seite den Aufstand. An der Spitze dessen werde ich stehen. Ihr seid es, die dies politisch durchsetzen werden. Wie die Putschmechanik ist auch die Staatsräson in Bewegung geraten. Unsere Anstrengung wird diese normwidrige Kraft neutralisieren.

Sechster Punkt: Ich habe den Konflikt zwischen dem Normstaat und dem normwidrigen Staat dargelegt.

Siebter Punkt: Die Zusammenarbeit mit dem Normstaat auf Basis gemeinsamer Vernunft wird fortgesetzt.

Achter Punkt: Die Erklärung für Frieden und demokratische Lösung vom 27. Februar bedeutet, dass die Demokratische Republik die demokratische Gesellschaft zur Grundlage macht. Von der staatlichen Lösung zur Lösung der demokratischen Gesellschaft. Die demokratische Gesellschaft wird über Gesetze an die demokratische Republik gebunden. Die Republik, an die wir uns binden werden, muss demokratisch sein. Denn die Kurden stehen außerhalb des Rechts. Dafür braucht es eine rechtliche Regelung. Das wird die Kurden mit der demokratischen Republik integrieren.

Neunter Punkt: Das tragende Rückgrat der praktischen Lösung – das bisher Dargelegte war die theoretische Lösung – ist die Ausarbeitung von Gesetzen. Gesetze sind die Grundlage der Politik der demokratischen Gesellschaft.

Zehnter Punkt: Die Art und Weise, wie dieser Prozess bislang geführt wurde, hat meine Position zum Problem gemacht. Wird es mit Öcalan sein oder ohne Öcalan? Vielleicht habe ich aus Respekt dem selbst etwas Raum gegeben. Wir haben einen Fehler gemacht – eigentlich hätte ich, als Bahçeli seinen ersten Aufruf machte, das Notwendige dazu einfordern müssen. Jetzt liegt der Knotenpunkt hier: Wird Öcalan Freiheit erhalten oder nicht? Wenn ich nicht an der Spitze der Umsetzung stehe, ist es unmöglich geworden, dass diese Sache vorangeht. Diese Integration muss ich vollziehen.

Helin: Vorsitzender, der Kongressbeschluss hat erklärt, dass der Vollstrecker dieser Beschlüsse Önder Apo ist.

Vorsitzender: Ja, statt an der Spitze der Umsetzung zu stehen, bin ich vielmehr zur Zielscheibe gemacht worden. Es wurde ein Schreckgespenst namens Öcalan geschaffen. Diese Operation führen sie mit gewaltiger Geheimhaltung durch. Öcalan wird die Kurden in die Republik integrieren. Auch die PKK akzeptiert das. Das heißt, auch dieses Hindernis ist überwunden. In der geografischen Region Kurdistans gibt es keine andere Persönlichkeit, die das vollbringen könnte.

Abbas Ark: Das ist auch der Beschluss unserer Führung.

Vorsitzender: Ist es nicht so, Genosse Abbas? Türkisches Mädchen Helin, hast du Angst? Fürchten sich Menschen, die ihr Leben so hingeben? Niemand außer Öcalan kann das vollbringen. Nicht um zu schmeicheln. Es gibt niemand anderen, der die Integration leisten kann. Ihr habt Barzani so sehr unterstützt. Er hat eine gewaltige Lobby. Sie wollen überall die Hand draufhaben, auch in Syrien. Ist das eine Integration in die Republik oder ein großes Unheil?

Ömer: Warum akzeptieren sie den Vorsitzenden nicht als Gesprächspartner? Sie wollen das Problem nicht auf die politische Ebene heben. Deshalb akzeptieren sie ihn nicht als Gesprächspartner. Sie wollen nicht über Öcalan das Problem lösen, sondern die Organisation auflösen. Der Staat hat noch keinen Beschluss gefasst, das Problem zu lösen. Hier muss der Staat eine Entscheidung treffen. Trifft er eine Entscheidung, könnten sie den Vorsitzenden als politischen Gesprächspartner akzeptieren.

Vorsitzender: Meiner Meinung nach ist es die politische Institution, die das verhindert.

Ömer: Das stimmt. Solange das nicht erreicht ist, stampfen wir Wasser im Mörser. Die gesamte Last wird auf dieses aus Amtsträgern bestehende Team abgewälzt. Aber das ist nichts, was sich durch das Hin- und Herreisen eines Teams lösen lässt.

Ergin: Die Sache ist an dem Punkt angelangt, dass ohne den Vorsitzenden nichts mehr vorangeht. Dass es in der Bewegung kein Problem gibt, liegt auf der Hand. Von nun an ist ein Formatwechsel notwendig. Sie sagten: „Man hat mir Hände und Füße mit Ketten gefesselt, und zeigt mir dann noch ein Becken. Man sagt mir: Geh in dieses Becken, schwimm!" Diese Metapher fasst die Lage zusammen. Ohne den Einsatz der Delegation wäre die Lage in Aleppo noch mehr in eine Sackgasse geraten. Bis jetzt gab es sogar schon 10 Blockaden.

Mahmut: Wir haben es nicht für möglich gehalten, dass dieser Prozess stattfinden könnte, aber genau ein solcher Prozess findet statt. Während die Bemühungen der Bewegung, eines wichtigen Flügels des Staates und der Führung fortdauern, ist der Einsatz eines neuen Formats zwingend notwendig. Schon dieses unser Treffen ist wichtig, weil es zeigt, auf welcher Stufe das Problem angelangt ist. Die Delegation des Staates, die Delegation der Bewegung und die Führung sitzen am selben Tisch. Nach allem, was wir von der Türkischen Republik kannten, wäre das nicht möglich gewesen – das heißt, im Staat gibt es einen Doktrinwandel. Das müssen wir ernst nehmen. Wir sind hier auch täglich Zeugen der Konzentration des Vorsitzenden. Damit all diese Bemühungen nicht zunichtegemacht werden, ist ein Formatwechsel des Prozesses zwingend notwendig.

Raperin: Die von den Genossen angesprochenen Punkte sind wichtig. Dieser Prozess muss in neuer Form fortgesetzt werden.

Vorsitzender: Gibt es jemanden, den der Prozess stört? Was die Frauenbewegung betrifft…

Raperin: Bei jungen Genossen, die die Entwicklungen als einseitig wahrnehmen, kann es zu emotionalen Reaktionen kommen. Die Sprache der Presse und der Politik stößt auf starken Widerstand. Rojava hat dies noch etwas vertieft.

Hamili: Was sagen sie?

Raperin: Sie sagen, der Staat habe es getan.

Sabri Ark: Sie sagen, in der Türkei gebe es einen türkischen Rassismus, der sich ein arabisches Gewand angezogen habe. Die Sprache der Medien sei sehr störend. Das setzt uns unter Druck.

Vorsitzender: Genau das meine ich mit Krypto.

Hamili: Haben sich die arabischen Kräfte in Rojava getrennt?

Sabri Ark: Das werden sie selbst berichten, wenn sie kommen.

Ömer: Unsere Frage ist, ob sie das nicht vorhergesehen haben.

Sabri Ark: Es ist richtiger, wenn sie es selbst berichten, sobald sie da sind.

Hamili: Gab es einen Aufruf von Bahoz? Man hat ihn hier dem Vorsitzenden vorgespielt.

Helin: Entscheidungen treffen die Führungsgremien. Es ist nicht richtig, das an einzelnen Personen festzumachen.

Raperin: Weil es keine vertiefte Analyse gibt, herrscht eine pauschale Staatsdefinition und ein entsprechender Ansatz vor. Daneben gibt es aber auch einen Wunsch und einen Willen. Wird der Weg für den gesetzlichen Prozess freigemacht, können wir die Türkei auch in einen Rosengarten verwandeln. Wir haben auch die Kraft, den gesellschaftlichen Verfall zu stoppen. Wir haben die Kraft und den Willen, das Land als Ganzes zu unserer eigenen Sache zu machen.

Vorsitzender: Früher kannten wir den Staat als ein homogenes Gebilde. Doch diese Sichtweise ist überholt. Der Staat ist eine Zusammenfassung der Gesellschaft. Selbst ich entdecke jeden Tag etwas Neues. Ich kann sagen, dass ich eine theoretische Tiefe erreicht habe, die ausreicht, um selbst Staatsvertretern noch etwas beizubringen. Ihr Ende ist nicht abzusehen, ihr Ort ist nicht bestimmt. Marx' Staatsanalyse stellt ihn als ein Komitee im Dienst der Bourgeoisie dar. Aber so verhält es sich in Wirklichkeit nicht. Wer die Struktur des Staates nicht richtig durchschaut, kann auch keinen richtigen Krieg und keinen richtigen Frieden entwickeln. Die Mitglieder der Delegation sind ihrer eigenen Sache mindestens so verbunden wie wir. Das sind die qualifiziertesten Kader. Auch die PKK haben wir als eine einheitliche Kraft wahrgenommen. Aber es gibt eine PKK-Realität, die nicht homogen ist und der selbst wir nicht vollständig Herr werden. Der Genosse, der uns gegenwärtig am stärksten verbunden ist, ist Abbas, aber gegen ihn führen wir den größten Kampf. Wenn wir ihn täglich als Hauptverantwortlichen kritisieren, denken Sie sich, wie es bei den anderen ist. Der Staat aber ist kein homogenes, einheitliches Gebilde. Man muss sich dessen bewusst sein, wenn man an ihn herangeht.

Raperin: Wir diskutieren Ihren Satz: „Der Maßstab dafür, Sozialist zu sein, ist der Umgang mit der Frau" und „Wer keine Beziehung zum Staat aufzubauen weiß, kann kein Sozialist sein".

Vorsitzender: Ein Sozialist muss wissen, wie er sich zur Frau und wie er sich zum Staat verhält. Wer das nicht schafft, kann kein Sozialist sein. Wenn der Sozialist die vor ihm liegenden Probleme nicht beherrscht, endet es in einer Katastrophe. Ali Haydar etwa war mir der treueste Genosse, aber in der Praxis ertrank er beim Durchqueren eines Baches. Auch mit der Frauendimension muss man das überwinden. Man muss zurückweisen, was der Frau vor zehntausend Jahren als Schicksal auferlegt wurde. Meine ganze Anstrengung gilt der Stärkung der Denkkraft und der Gehkraft dieser Mädchen. Eine Genossin aus Dersim ist, als sie mit der Seilbahn den Zap-Fluss überquerte, mitten darüber gestürzt und ertrunken. Wir sagten, bringen wir diesen Mädchen etwas Schwimmen bei. So ein Ertrinken darf nicht vorkommen. Wie war noch ihr Name?

Raperin: Ihr Name war Çiçek, Vorsitzender.

Vorsitzender: Ja, ich erinnere mich. Der vorgetäuschten Liebe, die entwickelt wurde, haben wir keine große Bedeutung beigemessen. Die beste Bindung besteht darin, es in der Praxis leben zu können – zu verstehen, wie sie diesen erbarmungslosen Bedingungen standhalten können; darin liegt der Sinn.

Nachdem die Genossin Rahime gefallen war, ließ ein Major-Genosse ihre Jungfräulichkeit überprüfen, und als sich herausstellte, dass sie Jungfrau war, sagte er: „Diese haben es geschafft." Hätten die weiblichen Genossinnen uns gegenüber keine solche Bindung, wäre der Großteil unserer männlichen Struktur geflohen. Das ist wahre Bindung. Die männlich dominierte Ordnung hat das Leben der Frau in eine unglaubliche Folter verwandelt. Deshalb habe ich gesagt, dass es unter diesen Bedingungen keine Liebe geben darf. Mit solchen Beziehungen hätte sich der Frieden, wie der Genosse sagte, wie eine Blume geöffnet. Diese Mädchen verstehen das am besten. Die wahren Erbauerinnen des Friedens sind die weiblichen Genossinnen. Sie sind die Menschen des Friedens und der Demokratie. Es gibt Produktion, es gibt Entwicklung. Die Frauen bauen das neue Leben besser auf. Sie verwandeln das Leben nicht in Folter. Deshalb darf es keine Liebe geben. Auch Nazım schreibt Gedichte. Ich habe Adornos Ansatz, dass man, während man Leid erfährt, keine Gedichte schreiben könne, ernst genommen. Davon inspiriert habe ich gesagt, dass hier keine Liebe gelebt wird. Was ein Mann tun muss, ist nicht, Gedichte zu schreiben, sondern der Frau ihr Ansehen zurückzugeben. Die männlichen Genossen müssen auf diesem Weg noch mehr Wasser trinken. Selbst wenn es platonisch bleibt, muss man eine gedankliche Ideologie entwickeln. Theoretische Liebe entwickelt die Frau weiter. Die Jineologie müsste doch sehr wirkungsvoll sein, oder?

Helin: Sie ist sowohl in unseren eigenen Reihen als auch außerhalb sehr wirkungsvoll. Das universellste Problem ist die Frauenfrage. Es lässt sich keine Alternative schaffen. Die eigentliche Dynamik liegt in der Jineologie und ihrer weiblichen Dynamik.

Abbas Ark: Die Jineologie ist auch außerhalb unserer eigenen Kreise in vielen Milieus wirkungsvoll.

Vorsitzender: Dass der Inanna-Kult in dieser Geografie über mindestens 30.000 Jahre aufgebaut wurde, gehört zum Taurus-Zagros-Gebirgszug. Der in der Gilgamesch-Epik gegen die Frau entwickelte Schachzug muss untersucht werden. Ich habe das Buch „Als Gott eine Frau war" gelesen und empfehle es auch Ihnen. Wie die Frau herabgestuft wurde, lässt sich aus den heiligen Büchern, den Tafeln und den gewonnenen Erkenntnissen gut nachvollziehen. Damit meine ich die babylonische Zeit. Mit einer großen bewaffneten Streitmacht fallen die Marduks in Indien ein. Wir hielten es für eine semitisch-arabische Kultur. Dabei ist Marduk seiner Wortbedeutung nach offenbar kurdisch. Merd, mer, also Mann. Was war Merdo? Auch die Wurzel des Wortes Tiamat ist Met, das heißt Tante. Die Machtstellung der Frau wurde in Babylon auf null gesetzt. Der absolute Fall der Frau, der sich im Psalter, in der Tora und im Koran widerspiegelt, ist babylonischer Einfluss. Auch der Prophet Abraham stammt aus Babylon. Enuma Elisch ist die Vorlage für die Bibel-, Tora- und Koranversion. Muazzez İlmiye Çığ ist die erste Person, die das Sumerische beherrschte. Von ihr habe ich das gelesen. Der Koran und die anderen sind von sumerischen Inschriften inspiriert. In Babylon wird die Göttin der Frau besiegt, und übrig bleibt Marduk. Die Mythologie ist so wertvoll wie die Religion. Man darf die Mythologie nicht als bloßes Gerede abtun. Der Frau muss über die Mythologie ihr Ansehen zurückgegeben werden.

Die Göttinnen werden beseitigt, und schrittweise vollzieht sich der Übergang zu den monotheistischen Religionen. Parallel dazu wird die Frau herabgesetzt. Das ist eine historisch-soziologische Deutung.

Was ein Mann heute zu tun hat, ist nicht, der Frau seine Liebe zu erklären, sondern ihrer Befreiung zu dienen. Es gibt ein bekanntes Beispiel von Buddha. Ein Anhänger fragt ihn, wie er ihm noch stärker verbunden sein könne. Er sagt ihm, er solle auch seine Frau verlassen. Buddhas zweites Beispiel ist das des Dolches im eigenen Rücken, das wir bereits im Manifest angeführt haben.

Auch die Frau verfolgt eine feinsinnige Politik, um mit dem Mann zusammenzuleben. Dem Mann gegenüber entwickelt auch sie eine Politik: Wenn du mit dem Mann nicht zurechtkommst, dann lenke ihn mit weiblichen Tricks. Anstelle dieser Politik muss auch die Frau eine wirkliche ethisch-ästhetische Beziehung entwickeln. Es gibt einen Satz der Feministinnen: Das Private ist politisch. Das ist eine legitime Verteidigung.

Vorsitzender: Die Sache, dass es in der Religion verboten (haram) ist, die Hand einer Frau zu halten, zeigt das Ausmaß der Versklavung der Frau. Die Frau ist ein Tier, eine Sklavin, ihre Hand zu halten ist haram. Das ist die Vorschrift. Auch die Frau wendet grenzenlose Bindungstaktiken an – Make-up, Verschönerung usw. – und entkommt dennoch nicht der Hand des Mannes.

Helin: Ohne diese Politik des Gemetzels lassen sich die Frauen nicht unter Kontrolle bringen.

Vorsitzender: Der Druck auf die Frau wird im Namen Gottes ausgeübt, im Namen der heiligen Religion. Der Kapitalismus hat eine solche Verzerrung von Freiheit geschaffen, dass die Frau zur Königin der Waren gemacht und in jeder Hinsicht zu einem Ausbeutungsinstrument verwandelt wurde. Indem die Frau zum Objekt gemacht wurde, wurde sie als Warenkönigin in eine Position gebracht, die jede Art von Ware anzieht. Sie wurde in ein Anlageinstrument verwandelt. Selbst das Wort Ausbeutung bleibt dahinter zurück. Es ist kein einziges Haar übriggeblieben, das nicht ausgebeutet worden wäre. Man darf auch die auf den Mann gerichteten Politiken der Frau nicht auf die leichte Schulter nehmen. Sie tötet nicht, aber sie verfügt über eine politische Systematik, die sie gegenüber dem Mann anwendet.

Helin: Nennen wir es eine Überlebensstrategie.

Vorsitzender: Ja. Sich dem Mann verkaufen, der sie am meisten ausnutzen wird. Das müssen Sie in der Jineologie behandeln.

Helin: Sie haben gesagt, es seien die Frauen, die Kandil am Leben halten. Nun ist es auch die Frauenbewegung, die die kurdische Gesellschaft am Leben hält. Sie ist die friedlichste und aktivste Bewegung. Das gilt überall. Diese Situation beeinflusst auch die Frauen weltweit stark. Unsere ideologische Linie ist die Haltung der Frauenbefreiung. Ist das gegeben, bedeutet das, dass wir unsere ideologische Haltung bewahren. Das gilt für die Bewegung insgesamt.

Vorsitzender: Die Genossin Nesrin hatte mir, noch im Gefängnis, einen Brief geschickt. Sie hatte geschrieben, sie stimme mir in jeder Hinsicht zu, sehe sich aber körperlich nicht bereit, sich mir anzuschließen. Werdet ihr eure 24 Stunden mit mir leben können? So wie ich auf die Welt blicke, so werdet ihr leben. Auch darin, in diesen 24 Stunden, gibt es eine Nacht. So hat sie es wohl gedeutet. Sie hat gesehen, dass sie das nicht schaffen würde. Man muss eine Sichtweise haben, die selbst uns in die Reihe bringt. Noch immer gibt es die Sichtweise, die Frau als Hab und Gut zu betrachten. Eine einseitige Liebeserklärung ist ein brutaler Ansatz. Der Kastenmörder hat sein erstes Messer gegen die Frau geführt. Der Frau wurde ihre Seele genommen. Sie bettelt darum, es einem Ehemann von geringstem Wert recht zu machen. Das ist die größte Grausamkeit. Auch die Frau hat daraus, indem sie es zum Anlass der Rache macht, eine Männerpolitik geschaffen, das ist falsch. Der Genossin Gülten hatte ich einmal eine Strophe vorgelesen, die ungefähr so ging: Lache nicht wie die Huren… Weine nicht wie die Sklavinnen…. Lächle wie eine freie Frau…. So ungefähr war es.

Helin: In unserer Frauenstruktur gibt es allgemein Sorgen bezüglich des Prozesses. Das betrifft auch Ihr Thema. Wir messen dem Prozess große Bedeutung bei. Die Frau muss am Verhandlungstisch sitzen. Wir haben in dieser Bewegung dank Ihnen einen Freiraum errungen. Die Frauenbewegung fragt, warum keine Vertreterin von uns hier ist. Wir befürchten, dass das von der Frau bisher erreichte Niveau zurückgedrängt wird, wir befürchten eine erneute Einsperrung ins Haus. Ob dazu ein Gesetz erlassen wird, ob Raum geschaffen wird – diese Fragen bestimmen unsere Agenda.

Vorsitzender: Ich setze all meine Kraft dafür ein, das Problem der Frau zu politisieren. In naher Zukunft wird es dazu eine Anstrengung von uns geben. Bald könnten wir ein Buch mit dem Titel „Die Prostituierte töten“ schreiben. Ein sokratischer Dialog mit der Frau ist unerlässlich. Unser geistiger Ahnherr Sokrates hat bekanntlich seine Dialogmethode. Die Inspirationsquelle dafür ist Diotima. Die Frau muss stets am Verhandlungstisch sitzen.

Beamter: Lassen Sie uns zunächst die politischen Probleme besprechen und abschließen. Über das Frauenproblem können wir später sprechen.

Helin: Meiner Meinung nach steht das Thema in direktem Zusammenhang mit der Agenda.

Beamter: Es gibt immer wieder Leute, die Atatürk, den Gründer der Republik Türkei, oder Erdoğan beschimpfen, Türkeş wird des Faschismus bezichtigt, aber ein Teil verherrlicht ihn auch. Das heißt, manche Redeweisen zu ändern, hat mit dem Prozess zu tun. Auch Öcalan hat innerhalb der kurdischen Gesellschaft einen gewissen Rückhalt. Es gibt bestimmte Zuschreibungen, zum Beispiel nennen Sie Sharaa „Colani“ und „HTS“. Wir finden solche Sichtweisen auch komisch. In der Geschichte der Türkischen Republik wurde sogar eine bislang nie dagewesene Kommission gebildet. Nach einer Flut von Debatten kam eine dreiköpfige Kommission hierher. Ist das nicht eine Form der Anerkennung als Gesprächspartner?

Vorsitzender: Die Kommission wurde gebildet, aber wichtig ist, was dabei herauskommt.

Beamter: Zweitens sind wir Boten. Auch wir wollen, dass neue Dinge geschehen. Aber das müssen die Politiker umsetzen. Mit der Zeit wird all das kommen. Wir müssen unser Möglichstes tun, damit der Prozess nicht zerbricht. Mit einem Teil der Presse führen wir einen Dialog, aber wir können nicht alle erreichen. Man darf solche historischen Schritte nicht so behandeln, als hätte es sie nie gegeben. In diesem Prozess wurden mindestens rund tausend Genossen freigelassen. Die meisten der Genossen, deren Liste uns übergeben wurde, wurden freigelassen. Nicht einmal für einen einzigen Tag wurde das gewürdigt.

Was Syrien betrifft, muss die Rhetorik geändert werden. Schon das Aussprechen dessen, was geschehen ist, ist wichtig. Im Rahmen der Verfassungsarbeit ist es gelungen, die Rechte der Kurden zur Sprache zu bringen. Das Weitere können Sie selbst gestalten, der Staat wird das auch unterstützen. Manche Gegenaktionen können gestoppt werden, die Lösung für Rojava kann mit Begeisterung gefeiert werden. Sie könnten sagen: Wir sind der Lösungsstrategie des Vorsitzenden verpflichtet, aber auch der rechtliche Prozess ist wichtig. Mit Blick auf die türkische Seite könnten Sie einige positive Schritte unternehmen.

Vorsitzender: Wären diese Schritte politisch nicht unternommen worden, würde der Prozess ganz anders verlaufen. Mit Herrn İ. habe ich das besprochen. Die Exekutive zu führen ist eine andere Sache. Ich habe es auch Ihnen gegenüber angesprochen – kommen Sie zusammen und setzen Sie das um.

Beamter: Wenn wir nicht glaubten, dass wir das mit Ihnen lösen werden, wären wir nicht hier. Das wird mit der Zeit geschehen. Die Verherrlichung des Todes, die Ausrufung zum Märtyrer und Ähnliches existieren als Rhetorik. Geheiligt werden muss nicht der Tod, sondern das Leben. Unser Ziel ist es, den Menschen am Leben zu erhalten. Hätte Bahçeli diesen Vorstoß nicht gemacht, würden die Toten weiter zunehmen. Straßenaktionen und Ähnliches müssen abklingen. Das wird auch den Erlass der Gesetze erleichtern.

Vorsitzender: Nur ich kann den Integrationsprozess leiten. Das muss anerkannt werden. Es gibt ein historisches Projekt. Selbst meiner Gesundheit messe ich auf dieser Grundlage Bedeutung bei. Das erzeugt einen furchtbaren Druck. Levinas sagt, das Verantwortungsgefühl sei das grundlegendste Gefühl des Menschen.

beamter: Erst wenn wir Menschen verlieren, verstehen wir ihren Wert besser. Nach dem Tod von Sırrı Süreyya Bey haben wir seine Bedeutung besser begriffen. Man muss seinen Wert auch schon zu Lebzeiten erkennen.

Vorsitzender: Stimmt. Er wollte ein wenig ein herzliches Gespräch mit mir führen, aber ich habe das Thema eher auf der politischen Linie gehalten. Er wollte ein bisschen plaudern. Ich bin hart auf die Agenda eingegangen. Wir haben das Treffen beendet. Beim Abschied sagte ich, wir würden uns später ausführlich unterhalten, aber er ist gegangen und nicht mehr zurückgekommen.

Abbas Ark: Unsere Bewegung, die versucht, die Bedeutung Ihres Kommens und den Prozess zu verstehen, hat keine Schwierigkeiten, ihren Beitrag zu leisten. Auch das Gewicht des Problems liegt offen zutage. Doch der Prozess zieht sich in die Länge. Geduld ist nötig, lasst uns geduldig sein, aber die Risiken sind jederzeit groß. Nationalismen werden geschürt, auch die Pläne äußerer Mächte liegen offen. Man muss die Zeit gut nutzen. Über die Presse wurde diskutiert. Es ist ein Jahr vergangen, und offenbar ist bislang noch keine Arbeit zur Presse geleistet worden. Das Problem wird in der Form dargestellt, die Waffen niederzulegen und nach Hause zu gehen. Darauf gibt es Widerstand. Es gibt Vertrauen in den Prozess und in die Führung des Prozesses durch Önder Apo sowie Beteiligung daran. Ohne das hätte der Prozess ohnehin nicht vorankommen können. Alle sind bereit für den demokratischen Prozess, den Önder Apo führt, aber niemand schenkt Formulierungen wie „die Waffen niederlegen und nach Hause gehen“ Glauben. Alle sagen, wir seien Freiheitskämpfer. Dass Önder Apo der Weg freigemacht wird, ist die einzig wirkliche Lösung. Das ist die einzige Haltung unserer Bewegung.

Die Ereignisse in Syrien konnten wir hinsichtlich ihrer Folgen noch nicht bewerten. Die Verwaltung von Rojava hat eine Erklärung abgegeben. Wir haben noch keine Erklärung abgegeben, aber wir sehen das positiv. Es gab Fehler, auch wir waren unzufrieden, aber die Bildung eines gemeinsamen Standpunkts und die Einflussnahme darauf reichten nicht aus, und so kam es zu diesem Ergebnis. Die erreichte Phase sehen wir nicht negativ. Später werden wir als Bewegung unsere Erklärung abgeben. Wir haben bislang keine Erklärung abgegeben, um den Willen der betreffenden Verwaltung nicht zu missachten.

Und wir haben noch einen Vorschlag: In der Frage, sich zu Rojava zu bekennen, ist bei den Kurden eine gewaltige Sensibilität entstanden. Es gibt solche, die das auf eine nationalistische Linie ziehen wollen, es ist eine bedeutende Aktivität entstanden. Unsere Bitte ist, dass Önder Apo dazu eine Grußbotschaft veröffentlicht. Geschähe das, hätte es Wirkung.

Vorsitzender: Das mit einer Erklärung zu bewältigen ist schwierig. Es braucht ein anderes Eingreifen. Ich muss auf die Exekutive einwirken. So etwas geht nicht mehr mit Botschaften und Briefen.

Abbas Ark: In unserer Kommunikation mit der Führung gibt es Schwächen. Das verlangsamt den Prozess erheblich. Wir können unsere Ansichten nicht ausreichend vermitteln. Es wird gesagt, die nicht-syrischen PKK-Angehörigen sollten das Land verlassen. In Syrien ist jeder vertreten. Sie sind nicht die einzigen Ausländer in Syrien. Man verlangt, dass Veteranen, Kranke, fast alle das Land verlassen sollen.

Vorsitzender: Manche unbesonnenen Politiker verhalten sich so. Aber einen alle umfassenden Rückzug kann es nicht geben. Es mag einige hervorgetretene Namen geben, darüber hinaus ist das nicht möglich. Auch hier stecken sie, um mich zu provozieren, eine 80-jährige Frau ins Gefängnis und vereiteln ihre Entlassung. In solchen Fällen übe ich Vergeltung und ziehe zur Rechenschaft.

Abbas Ark: Im Entwurf war von der Internationale die Rede. Diese Arbeit wird vorangetrieben. Es gibt die Arbeit eines Initiativkomitees. Gelingt ihnen das, wird zu einer vorbereitenden Konferenz aufgerufen. Auf der Konferenz wird eine Roadmap erstellt. Es gibt den Genossen Fuat. Es gibt Ertuğrul.

Vorsitzender: Es könnte eine europäische sozialistische Organisation gegründet werden. Ein Sozialist ist im Wesen internationalistisch. Um diesem Prinzip Leben einzuhauchen, braucht es eine institutionelle Struktur. Es gibt Millionen von Sympathisanten verschiedenster Nationen, wir haben Freunde. Es besteht Bedarf, und auch das Umfeld ist geeignet. Eine solche Arbeit kann vorangetrieben werden. Es können auch ausländische Genossen dabei sein. Lasst uns unsere sozialistische Basis einer Schulung unterziehen. Auch wenn es nur behelfsmäßig ist, braucht es ein Dach. Auch Nazan Üstündağ ist dabei, sie ist Akademikerin. Ihre internationale Erfahrung ist stark. Wie aufgeklärt und sozialistisch begabt Fuat ist, weiß ich nicht.

Abbas Ark: Es gibt Ausländer. Es gibt den deutschen Genossen Erdal, es gibt den Genossen Tolhildan. Darüber hinaus gibt es noch einige Genossen.

Vorsitzender: Die Gründung einer sozialistischen Organisation verschiedener Nationalitäten in Europa ist möglich. Unsere dortige Basis muss auf sozialistischer Grundlage organisiert werden. Die hiesigen Beamten sagen, ich sei obsessiv (zwanghaft) und skeptisch. Dir fehlt die nötige Aufmerksamkeit und Sensibilität. Man muss ständig achtsam sein und ständig verfolgen.

beamter: Was macht die HBDH …

Abbas Ark: Muss man auch türkische Linksorganisationen in das Integrationskomitee einbeziehen?

Vorsitzender: Wir wollen die Linksorganisationen aus der Türkei einbeziehen. Unser Aufruf richtete sich auch an sie. Falls nötig, kann auch für sie ein Treffen organisiert werden. Während sich der politische Prozess entwickelt, wollen wir auch sie einbeziehen. Falls nötig, kommt eine Gruppe hierher. Unsere Kommunikation ist unumgänglich.

beamter: Manche von ihnen sind ein Problem, sie leben in Europa, ihr Kommen wäre problematisch.

Abbas Ark: Es gibt welche, die sich hier befinden.

beamter: Die MLKP ist dagegen.

Sabri Ark: Manche sind dagegen.

Vorsitzender: In der Praxis haben wir das Normalisierungskomitee gebildet. Auch mit Syrien haben wir ein ähnliches Komitee gebildet. Das eigentliche große praktische Komitee aber ist ein Vorschlag, den ich nach reiflicher Überlegung für geeignet halte. Mein Vorschlag für das neue Komitee: das Komitee für demokratische Integration. Diesem werden nicht nur wir angehören; es können Staatsvertreter, Regierungs- und Oppositionsparteien sein, falls nötig auch Vertreter anderer Staaten – das ist keine Bedingung –, es können zivilgesellschaftliche Organisationen sein. Die mit dem Staat geführte Politik, das operative Geschäft, werde ich leiten. Dieses Komitee wird die Integration durchführen. Wenn die bisher geleistete Arbeit fünfzig Prozent ausmacht, wird dieses Komitee die verbleibenden fünfzig Prozent übernehmen. In den Unterkomitees werden die Diskussionen reifen, in diesem Komitee werden wir zum Ergebnis kommen. Politischer Koordinator könnte der Ihnen nahestehende Vorsitzende der Akademie sein, die Tochter von Mahir Kaynak, oder Süleyman Seyfi. Der politische Koordinator kann aus zwei, drei Personen bestehen, benennen Sie sie. Wer Ihnen helfen wird, dessen Namen bestimmen Sie selbst. Es wird ein Gleichgewicht zwischen Politik und Sicherheit hergestellt. Sie werden einen Beitrag leisten.

Zum Prozess muss Folgendes klar betont werden: Wir haben die Waffen niedergelegt. Das ist keine Kapitulation, sondern ein Beitritt zum Staat. Es ist auch erwiesen, dass dies der sozialistischen Literatur entspricht. Bei der Presse ist eine Ausgewogenheit nötig. Wird anschließend das Integrationskomitee gegründet, kann den Erwartungen der Gesellschaft entsprochen werden.

Wird das Parlament geeignete Gesetze erlassen oder nicht? Höchstwahrscheinlich wird es Mängel und Aspekte geben, die uns nicht gefallen. Das können wir als Zwischenlösung betrachten. Damit es als Gegenstück zur blockierten Politik nicht zum Konflikt kommt, damit die Konfliktlosigkeit anhält, muss der Dialog fortgesetzt werden. In dieser Zeit werden erneut Überzeugungsrunden in der Politik aufgenommen. Das ist eine Zwischenlösung. Ihre Grundlage ist, dass die Konfliktlosigkeit anhält und der Prozess fortgeführt wird.

Außerdem muss ein geeigneter Ort gefunden werden, um die Kader für den Prozess vorzubereiten. Das könnte Mahmur sein, die erste Gruppe wird aus 100 Personen bestehen. Für Ausbildung und Integration könnte das Mahmur, Syrien oder ein anderer Ort sein. Ich selbst könnte an einigen dieser Treffen teilnehmen. Das meine ich mit Zwischenlösung. Zu erwarten, dass sie einzeln kommen, hieße, Unlösbarkeit zu verlangen. Das wird nicht geschehen. Um das zu überwinden, schlagen wir eine Zwischenlösung vor. Erhöhen wir die Gruppe der Genossin Besê auf 90. Es könnte diese Art von Kadertreffen und Ausbildungsarbeit zur Vorbereitung auf den Prozess geben. Auch ich könnte hierbleiben. Aber das Gesetz muss alle Genossen umfassen. Für manche Genossen könnte es auch ein begrenztes politisches Verbot geben, etwa für 5 Jahre. Wir werden nicht ins Parlament gehen, aber unsere übrigen politischen Rechte werden wir bewahren. Wir werden weiterhin Politik betreiben. Es braucht eine Demokratische Politik, die all dies umfasst. Um das zu beweisen, kommt unsere erste Gruppe, wir können sie in einem provisorischen Gebiet unterbringen. Es könnte ein Gelände wie ein provisorisches Lager geschaffen werden, das alle Ankommenden aufnimmt.

Fasst das Parlament diesbezüglich einen Beschluss, zieht sich der Prozess nicht in die Länge. Bahçelis Aufruf beinhaltet auch dies. Bahçeli nannte den Teppich '27. Februar Kelim des Friedens und der Demokratie'. Das müssen wir auf das ganze Land ausdehnen. Er sagte auch: Ist Punkt A die Türkei, ist Punkt B der Gründerführer. Ist Punkt A das Zentrum, ist Punkt B die Basis. Wir sind nicht schutzlos; wir sind die demokratische republikanische Gruppierung, die am autoritärsten, am regelkonformsten ist und die Gesetze am besten kennt. Als Schöpfer dieses Prozesses, als Wegweiser für eine derart große Masse, bin auch ich der Staat – aber der demokratische Flügel des Staates. Kommt der Prozess zu einem Ergebnis, wächst die Verbundenheit noch mehr.

Sabri Ark: Sollte das Gesetz stückwerkhaft sein, ein Gesetz, das kategorisiert und Ausdrücke von Über- und Unterordnung enthält, ist nicht hinnehmbar.

Vorsitzender: Für die Führungsebene könnten symbolisch gewisse politische Einschränkungen nötig sein. Sollten AKP oder CHP in diesem Prozess wanken, gehen sie darin unter. Ich muss Herrn İbrahim unbedingt treffen. Wir haben Syrien als Hindernis ausgeräumt. Aufschub ist gefährlich, ein Treffen ist unerlässlich.

Helin: Es müssen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass Sie sich an die türkische Gesellschaft wenden können.

Vorsitzender: In das neue Gebäude bin ich noch nicht umgezogen. Dafür muss die gesetzliche Grundlage geschaffen werden. Allein kann ich das nicht schaffen. Es sollte auch eine dreiköpfige Gruppe von Helfern für Reinigung und Ähnliches geben. Daneben werden auch Treffen mit einigen Delegationen ermöglicht. Meine Nichte sollte hierher kommen.

Helin: Ja, Asmin ist bereit. Sie kann kommen.

Vorsitzender: Asmin, Fatma. Aber auch sie allein reicht nicht, es sollten 1-2 Helfer sein.

Helin: Herr Vorsitzender, weil als Staatspolitik eine gegen Sie gerichtete Sprache geschaffen wird, kommt es zu Angriffen.

Vorsitzender: Richtig. Es muss ein gesetzlicher Status geschaffen werden. Ich muss Kontakt zu Wissenschaftlern und Medien haben. Sonst hätte der Umzug in das neue Gebäude keinen Sinn. Ich muss an der Spitze von fünfzig Prozent der Ausführung stehen, damit ich die Angelegenheiten leiten kann. Wir stellen uns das Komitee für demokratische Integration vor. Der politische Koordinator wird das Gleichgewicht zwischen Sicherheit und Politik herstellen. Es sollte ein Treffen der Führer geben. Die politischen Führer müssen dem zustimmen. Ein Führertreffen wird den Weg dafür ebnen. Auf diese Weise wird meine Freiheit aufhören, ein Problem zu sein. Das Hoffnungsprinzip ist ein Detail. Ich bin seit 27 Jahren im Gefängnis, nach dem Hoffnungsprinzip müsste ich entlassen werden. Die Türkei hat ein Versprechen gegeben, das bis Juni gilt. Hält sie es nicht ein, wird sie ausgeschlossen. Wie meine Freiheit aussehen wird, kann nur ich selbst entscheiden. Der Generalstab hatte ein Versprechen gegeben, aber Apo tut etwas für sich selbst. Über meine Freiheit drücken Sie Ihre eigene Freiheit aus. Öcalan kann niemand retten außer er selbst.

Raperin: Die Frauenbewegung möchte sowohl mit Ihnen sprechen als auch bei Ihnen bleiben.

Vorsitzender: Zu Beginn ist das schwer umzusetzen. Zunächst werden drei Personen kommen.

Raperin: Für die Delegation, für das Sekretariat können wir Namen vorschlagen.

Vorsitzender: Das können wir später tun. Vertieft eure Ausbildung.

Abschließend: Dies ist ein Kampf, der auf Übereinkunft beruht. Der Staat erkennt die Kurden offiziell nicht an. Mit der Zeit muss die Realität eines Staates erreicht werden, der die Kurden verfassungsrechtlich anerkennt. Die Kurden fallen nicht unter das Recht. Wir wollen sie in Syrien und in der Türkei in die Verfassung aufnehmen. Wie werden wir das in die Verfassung tragen? Statt des Krieges werden wir das Gesetz ins Auge fassen. Die demokratische Politik wird gesetzlich verankert. Wo es Gesetz gibt, gibt es keine Waffen. Als demokratische Politik wird das, worüber wir hier sprechen, nach der Gesetzgebung zu Recht. Im Nahen Osten hat sich die kurdische Dynamik in Bewegung gesetzt. Es gibt 60 Millionen Kurden. Früher dachten wir, es könnte mit den Schiiten gehen, aber der Iran scheint zu verlieren. Aber Israel, das heißt der Imperialismus, will das gestalten. Die türkische Staatsräson, die Sicherheitsräson, sollte das schon jetzt bedenken. Das einzige Mittel ist die demokratische Integration. Zu diesem Ergebnis sind wir gelangt.

Eine Aufgabe, die ihr seit vierzig Jahren vernachlässigt habt: Das Problem der demokratischen Einheit muss erfüllt werden. Es könnte zu einem Gebilde wie einer Demokratischen Kurdischen Einheit kommen. Eine Einheit, die nicht den Nationalismus, sondern die Demokratie voranstellt. Ihr könnt sagen, wir hätten nicht direkt, sondern indirekt mit Öcalan gesprochen. Wir haben die Botschaften von Bafel und Nêçîrvan erhalten. Sagt, dass wir sie für wertvoll halten. Was in Syrien geschehen ist, hat gezeigt, dass der Weg zur demokratischen Einheit unerlässlich ist. Eine demokratische kurdische Einheit wie die KNK könnte in den Vordergrund gerückt werden. Wir werden den Geist der demokratischen Einheit hervorheben. Mit der KDP, der YNK und anderen Organisationen soll dort eine Konferenz vorbereitet werden. Ohne zwischen Süden und Norden zu unterscheiden, besteht Bedarf an Einheit. Es muss eine kollektive Entscheidung und Ausführung geben. Dass ihr das seit 40 Jahren nicht getan habt, ist bereits das Problem. Einheit ist so wichtig wie Brot und Wasser. Im Iran könnte ein Diktator, im Irak wieder ein Saddam, in der Türkei ein Faschist entstehen. Deshalb ist die Demokratische Einheit so notwendig wie Brot und Wasser. Wir gehen in der Türkei einem Prozess entgegen, ihr sagt, ihr würdet Hals über Kopf untergehen. Es könnte etwas nach Art der PLO entstehen. Die Demokratische Einheit muss euer Grundsatzpunkt und eure unabdingbare Voraussetzung sein. Auf dieser Grundlage muss diese Arbeit vorangetrieben werden. Ich lege euch das als Aufgabe vor. Kommt es zu keiner Lösung, gehen alle darin unter. Genosse Sabri, du hast auf diesem Gebiet ohnehin Erfahrung. Du wirst die Diplomatie richtig gestalten. Wie auch immer du es schaffst, schaffe es. Über Bradost, Shingal, Mahmur, Garê hinweg, mit Nachdruck. Die südlichen Kräfte müssen das spüren. Euch muss erlaubt werden, in Başûr Arbeit zu leisten. Darüber entwickelt sich die Einheit. Mit Kundgebungen und Demonstrationen geschieht das nicht. Ohne demokratische Einheit können wir es auf keine andere Weise lösen. 1993 hatten wir mit Talabani und in den 80er Jahren mit den Barzanis Protokolle geschlossen. Das hätten wir längst erreichen müssen.

Abbas Ark: Die KDP hatte das eine Zeit lang vor, später wurde davon abgesehen.

Vorsitzender: Die Briten haben eingegriffen. Übermittelt auf dieser Grundlage Grüße an alle Genossen in der Organisationsstruktur und an das Volk. Außerdem Grüße mit Liebe an alle in der PAJK. Meine Liebe gilt der PAJK. Sie ist kollektiv.

Hamili sprach der Leitung seinen Dank aus für die auf dem Kongress gezeigte Haltung und dafür, dass sie sich zum Gedankengut der Führung bekannt hat. Außerdem richteten vor der Abreise alle Genossen viele Grüße aus.

Der Genosse Raperin sagte, dass er die Blumen, die sie zum Vorsitzenden gebracht hatten, im Namen aller weiblichen Genossinnen mitgebracht habe, und richtete die Grüße der Frauen aus. Der Vorsitzende fragte, woher sie die Blumen mitgebracht hätten, und stellte Fragen zu den Blumen. Außerdem fragte er nach den Genossinnen – nach Pelşin Tolhildan, Jiyan Deniz und Tekoşin Ozan. Es wurde mitgeteilt, dass es ihnen gut gehe und dass sie arbeiteten. Außerdem wurden die Namen der Genossinnen genannt, die im Komitee für den Wiederaufbau der Frauenbewegung sind. Er erinnerte sich an die Genossin Esma. Er merkte an, dass sie noch aus der Zeit Şeners stamme, dass Şener damals behauptet habe, alle Frauen an sich gebunden zu haben, und bat darum, die Genossin Esma dazu zu befragen. An der Diskussion über die Genossin Esma beteiligte sich auch der Genosse Abbas.

Der Genosse Raperin teilte mit, dass die Frauendelegation und ein Sekretariat eine Vorbereitung getroffen hätten, die sie vorstellen wollten. Der Vorsitzende sagte, es gebe möglicherweise Genossinnen und Genossen, die eine bemerkenswerte Entwicklung hervorbrächten; das gelte nicht für hier, sie würden draußen sein, und mit ihnen werde er arbeiten (die Worte müssen nicht exakt so gewesen sein, aber in diesem Sinne).

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