DFG-Bericht zur Pressefreiheit: Druck auf Journalisten wird systematisch

RastinewsDie Dicle Fırat Gazeteciler Derneği (DFG) hat ihren Bericht über Rechtsverletzungen gegenüber Journalisten für den Monat August veröffentlicht. Dem Bericht zufolge halten Festnahmen, Verhaftungen, Ermittlungsverfahren und digitale Zugangssperren gegen Journalisten und Medienorganisationen weiter an.
Laut dem am 3. September veröffentlichten Bericht der DFG wurden im August drei Journalisten in Polizeigewahrsam genommen, ein Journalist wurde in Untersuchungshaft genommen. Gegen fünf Journalisten wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet, während in zwei getrennten Verfahren die Gerichtsverfahren gegen vier Journalisten fortgesetzt wurden.
Der Verband wies darauf hin, dass Nachrichten, Interviews und Social-Media-Beiträge von Journalisten als Grundlage für Ermittlungen herangezogen würden, und erklärte, dass journalistische Tätigkeiten zum Gegenstand gerichtlicher Verfahren gemacht würden.
Zugangssperren für digitale Medien
Im Bericht wurde den Eingriffen in die digitalen Plattformen von Medienorganisationen ebenfalls breiter Raum eingeräumt.
Den Angaben der DFG zufolge wurde der Zugang zu den X-Konten von Medya Haber, Etkin Haber Ajansı und JINNEWS gesperrt. Während die X-Konten der Mezopotamya Ajansı von der Türkei aus unsichtbar gemacht wurden, wurde auch der Zugang zum Instagram-Konto von Nujin Medya gesperrt.
Der zuvor bereits von der Türkei aus gesperrte YouTube-Kanal von JINNEWS wurde demnach vollständig geschlossen.
Die DFG erklärte, das entstandene Bild zeige, dass Journalisten und Medienorganisationen wegen ihrer beruflichen Tätigkeit weiterhin systematischem Druck ausgesetzt seien.
Der Verband rief dazu auf, Ermittlungen, Festnahmen und Verhaftungen gegen Journalisten zu beenden und die Zugangssperren für die digitalen Konten von Nachrichten- und Medienorganisationen aufzuheben.
Quelle: Dicle Fırat Gazeteciler Derneği (DFG) – Bericht über Rechtsverletzungen, August 2026
