Angeblich neuer Mechanismus für Entwaffnungsprozess der PKK

RastinewsNach dem Auflösungsbeschluss der PKK soll zur Überwachung des Entwaffnungsprozesses zwischen Ankara, Bagdad, Erbil und Sulaimaniyya ein neuer Mechanismus geschaffen worden sein.
Der Hürriyet-Kolumnist Nedim Şener schrieb, der neue Mechanismus werde unter der Koordination des Nationalen Nachrichtendienstes (MİT, türkischer Geheimdienst) ablaufen.
Şener zufolge sollen PKK-Angehörige ihre Waffen in Erbil, Sulaimaniyya oder bei der irakischen Zentralregierung abgeben.
Es hieß, die abgegebenen Waffen würden vom MİT registriert und inventarisiert.
Kontrollen in Haftanin und Gara
Şener zufolge werde sich der Prozess nicht auf die Waffenübergabe beschränken; auch werde kontrolliert, ob die Lager und Höhlen der PKK in der Region Kurdistan geräumt worden seien.
Die Kontrollen sollen demnach zunächst in den Gebieten Haftanin und Gara durchgeführt werden.
Es wurde vermerkt, dass der MİT die vor Ort gewonnenen Informationen in einem Bericht zusammenfassen und dem Nationalen Sicherheitsrat (MGK) vorlegen werde.
Es wurde erklärt, dass in diesem Rahmen auch bewertet werde, ob die Aktivitäten im Irak sowie in Syrien und Europa beendet worden seien.
Rückkehr in die Türkei nach Bewertung durch den MGK
Dem von Şener geschilderten Plan zufolge werde der vom MİT erstellte Bericht nach Abschluss der Entwaffnung und der Kontrollen vor Ort im MGK behandelt.
Nach der Bewertung durch den MGK wird erwartet, dass der Prozess der Rückkehr von PKK-Angehörigen in die Türkei beginnt.
Şener schrieb, es werde damit gerechnet, dass 7.000 bis 8.000 PKK-Angehörige aus dem Irak und Syrien die Waffen niederlegen und in die Türkei zurückkehren.
Es wurde angegeben, dass im Rahmen des Rahmengesetzes auch mit der Bewertung der Situation von Personen in Haft begonnen werde.
Auch Shingal (Sindschar) und Mahmur im Plan
In Şeners Artikel fanden sich auch einige Details zu Shingal (Sindschar) und Mahmur.
Demnach ist vorgesehen, dass rund 2.200 Personen in Shingal der irakischen Armee beitreten, während die rund 8.000 im Mahmur-Lager lebenden Zivilisten in die Türkei zurückkehren sollen.
Die Details des Mechanismus sowie die genannten Zahlen wurden bislang weder vom MİT noch vom MGK, der irakischen Regierung oder Vertretern der Region Kurdistan bestätigt.
Quelle: Hürriyet / Nedim Şener
