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Dürre lässt Donau-Pegel auf Rekordtief sinken

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Dürre lässt Donau-Pegel auf Rekordtief sinken

RastinewsWegen extremer Hitze und Trockenheit ist der Wasserstand der Donau auf ein Rekordtief gefallen, in Europa sind Hunderttausende Menschen von einer Stromkrise bedroht.

In der ungarischen Hauptstadt Budapest sank der Flusspegel Anfang der Woche auf bis zu 10 Zentimeter. Das liegt deutlich unter dem bisherigen Tiefstwert von 33 Zentimetern aus dem Jahr 2018. Für die kommenden Wochen wird kein Anstieg des Donau-Pegels erwartet, da nennenswerter Niederschlag ausbleibt, während die Tageshöchsttemperaturen auf bis zu 38 Grad steigen.

Die Rekord-Niedrigwasserstände haben das einzige Kernkraftwerk Ungarns, Paks, an den Rand der vollständigen Abschaltung gebracht. Im Kraftwerk Paks, dessen Reaktoren mit Donauwasser gekühlt werden, konnten am Montag statt der üblichen 2.000 Megawatt nur noch 240 Megawatt erzeugt werden. Normalerweise deckt Paks allein etwa die Hälfte der gesamten Stromerzeugung Ungarns.

Angesichts der Krise forderte die ungarische Regierung große Industriebetriebe auf, ihren Stromverbrauch zu senken, und rief die Bürger zu freiwilligem Energiesparen auf. Zudem gilt im Land seit dieser Woche eine Taktreduzierung für elektrisch betriebene Züge.

Rumänisches Militär sprengt Felsen in der Donau

In Rumänien wiederum ließ das Militär mit 180 Kilogramm Sprengstoff Felsen im Flussbett der Donau sprengen, um mehr Wasser zum Kernkraftwerk Cernavodă strömen zu lassen.

Gewaltige Wassersäule nach Unterwassersprengung in der Donau

Nachdem im Kraftwerk wegen des niedrigen Wasserstands bereits ein Reaktor abgeschaltet wurde, besteht nun die Sorge, dass auch die Produktion im zweiten Reaktor zum Erliegen kommen könnte. Das mit Donauwasser gekühlte Kernkraftwerk Cernavodă deckt rund 20 Prozent des rumänischen Strombedarfs.

Um eine mögliche Energiekrise im Land abzuwenden, setzten die Autohersteller Dacia und Ford auf Verlangen der Regierung ihre Produktion bis zum 19. August aus.

In Serbien wiederum trafen die Rekord-Niedrigwasserstände der Donau das wichtigste Wasserkraftwerk des Landes. Berichten zufolge kann es nur noch mit 20 Prozent seiner Kapazität betrieben werden.

Quelle: DW

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