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Izmir: Medikamente für schwerkranken 4-jährigen jesidischen Jungen in Abschiebehaft gehen aus

Der 4-jährige Alveer, der an schwerer Epilepsie leidet, wird mit seiner Mutter im Rückführungszentrum Harmandalı in Izmir festgehalten – die Familie wollte die Türkei zu Behandlungszwecken verlassen.

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Izmir: Medikamente für schwerkranken 4-jährigen jesidischen Jungen in Abschiebehaft gehen aus

RastinewsDer 4-jährige Alveer, Sohn einer jesidischen Familie, die zu Behandlungszwecken aus der Türkei ausreisen wollte und an schwerer Epilepsie leidet, wird zusammen mit seiner Mutter im Rückführungszentrum (GGM) Harmandalı in Izmir in administrativer Abschiebehaft festgehalten. Dem Kind sollen im Zentrum lebenswichtige Medikamente ausgegangen sein.

Wie Nalin Öztekin für Bianet berichtet, wurde der Vater der Familie, Araz Rasho Qoto, unter dem Vorwurf gefälschter Reisedokumente in Izmir festgenommen und am 1. August auf richterliche Anordnung in Untersuchungshaft genommen. Die Mutter, Shahbaz Aras Naif Al Abdy, wurde unter Auflagen freigelassen, anschließend jedoch mit ihren beiden Kindern zwecks Abschiebung in das Rückführungszentrum Harmandalı gebracht.

Der Familienanwalt Edhem Kuruş erklärte, die regelmäßig einzunehmenden Epilepsiemedikamente Alveers seien aufgebraucht, und es gebe erhebliche Schwierigkeiten bei der Neubeschaffung im Zentrum. Kuruş wies darauf hin, dass die Situation ein lebensbedrohliches Risiko berge, und betonte, der Fall dürfe nicht allein als migrations- oder strafrechtliche Angelegenheit behandelt werden. Er forderte, das Kind unverzüglich in eine vollausgestattete medizinische Einrichtung zu verlegen.

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