IWF: 100 Millionen Dollar Finanzhilfe für Syrien
Das Exekutivdirektorium der Weltbank hat einen nicht rückzahlbaren Zuschuss von 100 Millionen US-Dollar zur Unterstützung des Projekts zur Modernisierung des Finanzsektors in Syrien bewilligt.

RastinewsDas Exekutivdirektorium der Weltbank hat einen nicht rückzahlbaren Zuschuss in Höhe von 100 Millionen US-Dollar zur Unterstützung des Projekts zur Modernisierung des Finanzsektors in Syrien bewilligt. Die syrische Zentralbank begrüßte den Zuschuss als Unterstützung für die Entwicklung des Finanzsektors sowie für die Stärkung seiner institutionellen und technologischen Infrastruktur.
Die Finanzierung erfolgt über die Internationale Entwicklungsorganisation (IDA), den Zweig der Weltbank, der einkommensschwachen Ländern Unterstützung zu günstigen Konditionen bereitstellt.
Der von der IDA bereitgestellte Zuschuss soll neben dem Ausbau der Finanz- und Kreditinfrastruktur, der Zahlungssysteme und der Finanzmärkte auch die finanzielle Inklusion fördern. Zudem sollen Investitionen in Systeme, Analysewerkzeuge und Aufsichtstechnologien sowie der Ausbau der institutionellen Kapazitäten der Finanzermittlungseinheit die Finanzaufsicht, Integritätssysteme sowie Maßnahmen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung stärken.
Die Zentralbank erklärte, das Projekt stehe „im Einklang mit der Vision, einen modernen und weiterentwickelten Finanz- und Bankensektor aufzubauen, die institutionelle Modernisierung zu beschleunigen, die Fähigkeit zur Erfüllung internationaler Standards zu verbessern und eine wirksame Integration in das globale Finanzsystem zu unterstützen“.
Die Mittel sollen für den Ausbau der grundlegenden Finanzinfrastruktur, die Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit des Bankensektors und die Stärkung der operativen Kapazitäten der syrischen Zentralbank verwendet werden. Finanziert werden zudem die nationalen Zahlungssysteme, die Finanzmarktinfrastruktur und die Kreditsysteme.
Darüber hinaus sollen die Regulierungsaufsicht und die Finanzstabilität gestärkt werden. Während die Aktivität im Sektor wieder anzieht, sollen Aufsichtsbehörden dadurch Instrumente erhalten, mit denen sie Banken überwachen und Standards durchsetzen können.
Das Programm ist darauf ausgelegt, strukturelle Schwächen zu beheben, die die Wirtschaft seit Langem einschränken. Dazu zählen die starke Abhängigkeit vom Bargeldverkehr, eine begrenzte Finanzintermediation, veraltete digitale Zahlungsinfrastruktur und hohe Transaktionskosten. Der eingeschränkte Zugang zu Finanzierungen und die Abkopplung von internationalen Finanzkanälen verschärfen diese Probleme zusätzlich. Eines der zentralen Ziele ist der Übergang zu elektronischen Zahlungen.
Das Projekt soll grundlegende Funktionen einer funktionierenden Wirtschaft ermöglichen – etwa die Auszahlung von Gehältern und Renten, die Abwicklung grenzüberschreitender Geldtransfers, den Abschluss kommerzieller Transaktionen sowie die sichere Verteilung von Hilfsleistungen.
Die Bewilligung erfolgte im Anschluss an Gespräche zwischen syrischen Vertretern und der Regionalverwaltung der Weltbank.
Auch das Finanzministerium hatte am 2. August 2026 mitgeteilt, dass bei den umfassenderen Reformbemühungen zur Wiedereingliederung des Landes in das globale Finanzsystem Fortschritte erzielt worden seien.
Quelle: Mepa News
