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Deutsche Aktivistin erhebt Vergewaltigungsvorwurf gegen Sicherheitsbeamten in türkischem Gewahrsam

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Deutsche Aktivistin erhebt Vergewaltigungsvorwurf gegen Sicherheitsbeamten in türkischem Gewahrsam

RastinewsDie deutsche Aktivistin Paula Maier wirft einem Sicherheitsbeamten vor, sie in einer türkischen Abschiebehafteinrichtung vergewaltigt zu haben. Die deutsche Autorin Nadia Schuhmann, die Maiers Aussagen öffentlich gemacht hat, kritisierte die Bundesregierung für ihr Schweigen zu dem Vorfall.

Maier zufolge wurde sie im Januar dieses Jahres im Zuge einer Reise mit einer Gruppe von Aktivisten in die Türkei festgenommen. In der Einrichtung, in der sie zur Abschiebung festgehalten wurde, sei es zu dem sexuellen Übergriff gekommen.

Wie Perspektive Online berichtet, erklärte Maier am Mittwoch öffentlich, ein Sicherheitsbeamter habe sie während ihrer Gewahrsamszeit vergewaltigt.

Die 16-köpfige Aktivistengruppe, der auch Maier angehörte, war den Angaben zufolge aus Solidarität mit Rojava nach Nordkurdistan gereist. Maier erklärte, auch die übrigen Mitglieder der Delegation seien im Gewahrsam auf unterschiedliche Weise Gewalt ausgesetzt gewesen.

„Sexuelle Gewalt wird gegen politische Frauen eingesetzt“

Nadia Schuhmann, die Maiers Schilderungen dokumentierte, argumentiert, sexuelle Gewalt werde gezielt eingesetzt, um politisch aktive Frauen einzuschüchtern, zu demütigen und von ihrem politischen Engagement abzubringen.

Es sei deshalb wichtig, dass Maier über das Erlebte öffentlich spreche, so Schuhmann. Sie verweist darauf, dass es in türkischen Gefängnissen und Gewahrsamseinrichtungen bereits zuvor Berichte über Folter, Misshandlung und sexuelle Gewalt gegeben habe.

Kritik am Schweigen der Bundesregierung

Schuhmann übte in ihrem Beitrag zugleich scharfe Kritik an der Bundesregierung wegen ihrer militärischen und politischen Beziehungen zur Türkei.

Sie erinnerte daran, dass Deutschland seit Jahren Waffen an die Türkei exportiert, und argumentierte, Berlins Haltung zu Vorwürfen von Menschenrechtsverletzungen lasse sich nicht losgelöst von den bilateralen Beziehungen zur Türkei betrachten.

Dem Beitrag zufolge exportierte Deutschland 2018 und 2019 in großem Umfang Waffen in die Türkei, die Ausfuhrgenehmigungen für die Türkei erreichten 2024 rund 230 Millionen Euro, und im Juli 2025 wurde der Export von Eurofighter-Kampfjets genehmigt.

Schuhmann verwies zudem auf Fälle deutscher Staatsangehöriger, die von sexueller Gewalt, Folter und Misshandlung in israelischem und syrischem Gewahrsam berichtet hatten, und erklärte, auch dort habe die Bundesregierung nicht ausreichend reagiert.

Zu dem Vergewaltigungsvorwurf gegen Maier liegt dem Bericht zufolge keine Stellungnahme türkischer Behörden vor. Auch eine unabhängige oder gerichtliche Bestätigung des Vorwurfs wird in dem Beitrag nicht genannt.

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