Al-Akhbar-Bericht: BND soll für Hisbollah bestimmte iranische Raketen unbrauchbar gemacht haben
Die libanesische Zeitung Al-Akhbar behauptet, der deutsche Auslandsgeheimdienst BND habe Standorte iranischer Raketen ausfindig gemacht, die für die Hisbollah bestimmt waren.

RastinewsDie libanesische Zeitung Al-Akhbar berichtet, der deutsche Bundesnachrichtendienst (BND) habe Standorte iranischer Raketen ausfindig gemacht, die für die Hisbollah bestimmt waren, und einen Teil dieser Waffen unbrauchbar gemacht.
Al-Akhbar beruft sich auf einen Bericht der deutschen Bild-Zeitung, wonach der BND mehrfach Informationen über Raketenlieferungen aus dem Iran an die Hisbollah gewonnen habe.
Dem Bericht zufolge habe sich der deutsche Geheimdienst nicht darauf beschränkt, die Standorte der Raketen zu ermitteln, sondern in einigen Fällen direkten Zugriff auf die Waffen erlangt. Auf Anweisung von BND-Verantwortlichen seien mehrere Raketen unbrauchbar gemacht worden, bevor sie in die Hände der Hisbollah gelangten.
Al-Akhbar ordnet diese Informationen in den Kontext der in den vergangenen Jahren ausgeweiteten Sicherheits- und Geheimdienstkooperation zwischen Deutschland und Israel ein.
Die Zeitung weist zudem darauf hin, dass Kontakte des BND zur Hisbollah nicht neu seien. Bereits zuvor hatten deutsche Medien berichtet, BND-Vizepräsident Ole Diehl habe 2024 in Beirut Gespräche mit hochrangigen Vertretern der Hisbollah geführt.
Die jüngsten Vorwürfe werfen die Frage auf, ob Berlins Rolle in der Hisbollah-Akte über Vermittlung und nachrichtendienstliche Tätigkeit hinausgeht.
Zu den Vorwürfen, der BND habe iranische Raketen unbrauchbar gemacht, liegt bislang keine offizielle Bestätigung der Bundesregierung oder des BND vor.
