Sulaimaniyya: Ärzte formen neue Nase aus Stirnhaut
In der irakisch-kurdischen Stadt Sulaimaniyya haben Ärzte einem Arbeiter, der bei einem Arbeitsunfall seine Nase verloren hatte, aus eigenem Rippenknorpel eine neue Nase auf der Stirn nachgebildet.

RastinewsIn der Stadt Sulaimaniyya in der Region Kurdistan haben Ärzte für einen Arbeiter, der bei einem Arbeitsunfall seine Nase verloren hatte, aus dessen eigenem Rippenknorpel auf der Stirn eine neue Nase aufgebaut.
Der Eingriff, geleitet vom Facharzt für Plastische und Rekonstruktive Chirurgie Dr. Diyar Abdulwahid und seinem Team, begann vor rund einem Jahr. In der ersten Phase der Operation wurde aus einem dem Rippenbogen des Patienten entnommenen Knorpelstück ein Nasengerüst geformt und an der Stirn eingesetzt – jener Stelle, die hinsichtlich Gewebeverträglichkeit und Durchblutung am günstigsten ist.
Dr. Abdulwahid erklärte, die Stirnregion sei wegen der Farb- und Gewebeübereinstimmung mit der Gesichtshaut sowie der starken Durchblutung gewählt worden. Wegen der Komplexität der Methode sei die Operation als kostenlose klinische Studie durchgeführt worden.
Der Arzt teilte mit, der Aufbau der Nasenstruktur sei abgeschlossen und bereit für die Verpflanzung an ihren eigentlichen Platz; für den letzten Schritt werde nun die Entscheidung des Patienten abgewartet.
Ein ähnlicher rekonstruktiver Eingriff war bereits 2013 in China erfolgreich durchgeführt worden, bei einem 22-jährigen jungen Mann, der bei einem Verkehrsunfall seine Nase verloren hatte.
Quelle: Rûdaw
