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Mazlum Abdi ruft Familien in Rojava auf: Schickt eure Kinder auf kurdische Schulen

Der syrische Präsidialberater Mazlum Abdi hat sich inmitten anhaltender Proteste gegen die Entscheidung Damaskus', Kurdisch zu einem Wahlfach herabzustufen, an Schüler und Familien gewandt. Abdi rief Schüler der 9. Klasse und der Abschlussklasse dazu auf, in diesem Jahr nicht vom kurdischsprachigen Lehrplan der Autonomieverwaltung abzuweichen.

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Mazlum Abdi ruft Familien in Rojava auf: Schickt eure Kinder auf kurdische Schulen

RastinewsDer syrische Präsidialberater und ehemalige SDF-Oberkommandierende Mazlum Abdi hat anlässlich des Beginns des neuen Schuljahres eine Videobotschaft an kurdische Schüler und Familien in Rojava gerichtet. Bildung in der Muttersprache sei für Kurden „ein grundlegendes und natürliches Recht“, so Abdi.

„Die kurdische Sprache ist unsere Identität“, sagte Abdi in seiner Botschaft. Der Erhalt und die Weiterentwicklung der kurdischen Sprache seien stets eines der zentralen Ziele des geführten Kampfes gewesen.

„Ein historischer Schritt in der Geschichte Rojavas“

Abdi erinnerte daran, dass in den vergangenen 14 Jahren trotz der Kriegsbedingungen ein System für kurdischsprachige Bildung aufgebaut worden sei. „Auch mit Mängeln und Schwächen war dies etwas Neues und ein historischer Schritt in der Geschichte Rojavas“, sagte er.

Abdi würdigte die Familien, die trotz Krieg und Hindernissen ihre Kinder auf kurdische Schulen schickten, sowie die Lehrer, die sich in diesem Prozess engagiert hätten.

Unterstützung für die Proteste

Abdi erklärte, es gebe weiterhin Bemühungen, Kurdisch offiziell in das syrische Bildungssystem zu integrieren. Nach entsprechenden Gesprächen habe das Bildungsministerium eine Entscheidung getroffen.

„Da unser Volk und unsere Schüler diese Entscheidung nicht für ausreichend hielten, gingen sie auf die Straße, bezogen Stellung und führten ihren Kampf fort. Wir sehen dies als ein Recht unserer Schüler an und stehen ihnen in diesem Prozess zur Seite“, sagte Abdi.

„Die Kinder sollen keinen Nachteil erfahren“

Das neue Schuljahr falle in eine Übergangsphase, erklärte Abdi. Es seien die notwendigen Maßnahmen getroffen worden, damit Schüler an kurdischen Schulen keinen Nachteil erfahren. Die Schüler würden demnach parallel Arabisch lernen und zugleich ihren kurdischsprachigen Unterricht fortsetzen.

Abdi rief die Familien auf, ihre Kinder auf Schulen zu schicken, in denen Kurdisch die Unterrichtsgrundlage bildet. Werde dieses Übergangsjahr erfolgreich abgeschlossen, könnten im kommenden Jahr „Rechte auf höherer Ebene“ für die kurdische Sprache erreicht werden.

9. Klasse und Abschlussklasse nach dem System der Autonomieverwaltung

Abdi kündigte an, dass der Unterricht der 9. Klasse und der Abschlussklasse (Baccalauréat) in diesem Jahr nach dem System der Autonomieverwaltung fortgeführt werde. Er rief Schüler dieser beiden Klassenstufen auf, ihre Bildung zur Sicherung ihrer Zukunft nach dem bisherigen kurdischsprachigen System fortzusetzen.

Verhandlungen zu den Universitäten Rojava und Kobani dauern an

Zum offiziellen Status der Universität Rojava und der Universität Kobani liefen weiterhin Gespräche, eine endgültige Entscheidung stehe noch aus, so Abdi. Er äußerte die Hoffnung auf eine für die Studierenden günstige Entscheidung.

Abdi rief Schüler, die ihre kurdischsprachige Ausbildung abgeschlossen haben, dazu auf, ihre Studienwahl für diese Universitäten über das System des Hochschulministeriums vorzunehmen, um dort aufgenommen werden zu können.

Damaskus hatte Kurdisch auf drei Wochenstunden begrenzt

Das syrische Bildungsministerium hatte in einer am 27. August veröffentlichten Anweisung erklärt, dass Kurdisch ab dem Schuljahr 2026/2027 in Gebieten mit hoher kurdischer Bevölkerungsdichte als Wahlfach mit drei Wochenstunden unterrichtet werde.

Die Entscheidung erging zwei Tage nach der Ankündigung, dass die SDF aufgelöst und in die syrische Armee eingegliedert werde. In Kamischli, Amuda, Tell Tamr und Zirgan protestierten Lehrer, Schüler und Eltern mit der Forderung, die Entscheidung zurückzunehmen und Kurdisch als offizielle Sprache anzuerkennen.

Seit 2014 werden kurdische Schüler an Schulen der Autonomieverwaltung in Fächern wie Mathematik, Naturwissenschaften, Geschichte und Geografie in ihrer Muttersprache unterrichtet. Abdi hatte bereits zuvor erklärt, die Herabstufung von Kurdisch zum Wahlfach für nicht ausreichend zu halten.

Die Botschaft Abdis wurde über die Nachrichtenagentur ANHA verbreitet.

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