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Bakırhan an Aleviten: „Ihr müsst euch keine Sorgen machen“

DEM-Partei-Co-Vorsitzender Tuncer Bakırhan traf sich mit alevitischen Organisationen und reagierte auf Sorgen zum laufenden Prozess mit der Botschaft gleicher Staatsbürgerschaft. „Wir befinden uns derzeit in der ersten Phase. Wir sprechen über Frieden“, sagte Bakırhan, bezeichnete Demokratie als Ziel der nächsten Phase und rief die Aleviten dazu auf, gemeinsam voranzugehen.

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Bakırhan an Aleviten: „Ihr müsst euch keine Sorgen machen“

RastinewsDie DEM-Partei-Co-Vorsitzenden Tülay Hatimoğulları und Tuncer Bakırhan trafen in Ankara mit Vertretern alevitischer Organisationen zusammen. Bei dem Treffen wurden die Kritik, die Sorgen und die Forderungen der Aleviten zum laufenden Prozess besprochen.

Bakırhan betonte, der Prozess dürfe nicht allein ein Gewinn der Kurden, sondern müsse ein Gewinn der gesamten Gesellschaft sein, und sagte: „Das endgültige Ziel ist nicht nur Frieden, sondern Demokratie, gleiche Staatsbürgerschaft.“ An die Aleviten gewandt erklärte Bakırhan: „Ihr müsst euch keine Sorgen machen“, und fügte hinzu: „Wenn die Aleviten gleichgestellt sind, werden die Kurden frei.“

Betonung gleicher Staatsbürgerschaft, stufenweiser Demokratie-Ansatz

Auf die Frage, wo die Demokratie in dieser Sache stehe, antwortete Bakırhan:

„Wir befinden uns derzeit in der ersten Phase. Wir sprechen über Frieden, versuchen Gewalt und Konflikt zu beenden und unsere Probleme am Verhandlungstisch zu klären. Die nächste Phase ist Demokratie, ist Recht, ist der Kampf für eine demokratische Türkei.“

Bakırhan zählte gleiche Staatsbürgerschaft für Aleviten, den rechtlichen Status für Cemevis und ein Ende der Diskriminierung zu den Voraussetzungen für einen echten Frieden. Die DEM-Partei werde einem Prozess, an dem die Aleviten nicht beteiligt seien, nicht zustimmen, erklärte er.

„Man versucht, uns zu trennen“

Bakırhan ging auch auf die über die Aleviten geführten Debatten ein: „Man versucht, uns zu trennen. Man will sogar Aleviten von Aleviten trennen.“ Er wandte sich gegen die Einteilung in „akzeptable Aleviten“ und bezeichnete diese Sprache als gefährlich.

Die Massaker und die Assimilierungspolitik der Vergangenheit würden nicht vergessen, erklärte Bakırhan und rief die alevitischen Organisationen dazu auf, die Mängel des Prozesses gemeinsam zu erörtern und zu beheben.

Alevitische Organisationen wollen auch mit anderen Parteien sprechen

Mustafa Aslan, Vorsitzender des Alevi Bektaşi Federasyonu (Alevitisch-Bektaschitischer Dachverband), erklärte, man werde bei dem Treffen die Sorgen und Forderungen der Aleviten vorbringen. Die Gespräche blieben nicht auf die DEM-Partei beschränkt, so Aslan; in den kommenden Wochen werde man auch mit anderen politischen Parteien zusammenkommen.

/MA/

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