Innenminister Çiftçi in Ankara: PJAK muss in Friedensprozess einbezogen werden
Der türkische Innenminister Mustafa Çiftçi betonte bei einem Treffen mit seinem iranischen Amtskollegen Eskandar Momeni in Ankara, dass der Auflösungsprozess der PKK auch die iranische Ablegerorganisation PJAK umfassen müsse. Momeni rief seinerseits zur Waffenniederlegung der PJAK auf.

RastinewsDer türkische Innenminister Mustafa Çiftçi ist in Ankara mit seinem iranischen Amtskollegen Eskandar Momeni zusammengekommen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen neben der sicherheitspolitischen Zusammenarbeit beider Länder auch die Auflösung der PKK und deren iranischer Ableger PJAK.
„Einbeziehung der PJAK ist wichtig“
Çiftçi äußerte sich zum Prozess einer „terrorfreien Türkei“ und erklärte, die PKK/KCK befinde sich in einem Auflösungs- und Entwaffnungsprozess. Nach den Ablegerorganisationen in Syrien und im Irak sei nun die PJAK-Struktur im Iran an der Reihe. Die Einbeziehung der PJAK in diesen Prozess sei für die Sicherheit der Region von Bedeutung, so Çiftçi.
Er wies zudem auf die Gefahr hin, dass Organisationsmitglieder, die sich dem Prozess widersetzen, in den Iran überwechseln und dort die Aktivitäten der PJAK verstärken könnten.
„PJAK, PKK und alle Zweige müssen die Waffen niederlegen“
Der iranische Innenminister Momeni erklärte, die Sicherheitszusammenarbeit zwischen der Türkei und dem Iran müsse ausgebaut werden, und sagte: „PKK, PJAK und die mit ihnen verbundenen Strukturen müssen die Waffen niederlegen.“ Momeni betonte, die Sicherheit beider Länder sei miteinander verknüpft.
PKK hatte Auflösung auf dem 12. Kongress verkündet
Nach dem Aufruf Abdullah Öcalans vom 27. Februar 2025 hatte die PKK auf ihrem 12. Kongress, der vom 5. bis 7. Mai 2025 stattfand, am 12. Mai die Auflösung ihrer Organisationsstruktur bekanntgegeben. Am 11. Juli 2025 folgte im ländlichen Raum von Silêmanî eine symbolische Zeremonie zur Waffenniederlegung. Die Forderung nach Einbeziehung der PJAK in den Prozess war von Ankara bereits zuvor thematisiert worden.
