Berichten zufolge plant Mazlum Abdi neue Partei für ganz Syrien

RastinewsZwischen Damaskus und der kurdischen Selbstverwaltung zeichnet sich offenbar eine neue Phase ab. Kulissengesprächen zufolge sollen die SDF (Syrische Demokratische Kräfte) und die Autonomieverwaltung ihre bisherige Struktur auflösen und sich in das syrische Staatssystem eingliedern. Unter Führung von Mazlum Abdi soll demnach eine neue, landesweite politische Partei gegründet werden.
Der auf dem Verhandlungstisch liegende Integrationsplan zwischen der Regierung in Damaskus und den kurdischen Seiten nimmt offenbar konkrete Form an.
Wie der Journalist Tuncay Doğan in einem bei Numedya24 veröffentlichten Beitrag schreibt, soll Rojava seine bestehenden institutionellen Strukturen auflösen und in das syrische Staatssystem integriert werden.
Dem Plan zufolge soll der eigenständige Status der SDF beendet und die Truppe in vier Divisionen dem Verteidigungsministerium unterstellt werden; Sipan Hemo soll zum stellvertretenden Verteidigungsminister ernannt werden und an die Spitze dieser Struktur treten.
Die Asayîş-Sicherheitskräfte sollen über die Provinzverwaltungen dem Innenministerium unterstellt werden, während Verkehr, Bevölkerungsregister und lokale Dienstleistungen an den zentralen Verwaltungsapparat übergehen; die Autonomieverwaltung soll sich demnach selbst auflösen.
Auf politischer Ebene soll unter Führung von Mazlum Abdi eine neue Partei entstehen, die sich nicht nur regional, sondern landesweit organisiert – einschließlich Damaskus, Latakia, Homs und Deir ez-Zor. Als heikelster Punkt des Integrationsprozesses gilt dabei der Status der Frauenverteidigungseinheiten (YPJ) im neuen System, der Berichten zufolge noch nicht geklärt ist.
