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Damaskus will Universität Rojava umbenennen und neu einordnen

DAMASKUS – Während die syrische Regierung in Hasaka eine neue staatliche Universität plant, will sie die Universität Rojava umbenennen und ihr einen Status verleihen, der der gemeinsamen nationalen Identität entspricht.

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Damaskus will Universität Rojava umbenennen und neu einordnen

DAMASKUS – Während die syrische Regierung in Hasaka den Aufbau einer neuen staatlichen Universität vorbereitet, plant sie zugleich, die Universität Rojava umzubenennen und ihr einen Status zu verleihen, der der gemeinsamen nationalen Identität entspricht. Der stellvertretende Gouverneur von Hasaka, Ahmed el-Hilali, kündigte an, dass Arabisch die Amtssprache der allgemeinen Bildung bleibe, Kurdisch jedoch erstmals in der Geschichte Syriens als Unterrichtsfach in den Lehrplan aufgenommen werde.

Beobachter werten die geplante Umbenennung der Universität Rojava sowie ihre Anbindung an die Zentralverwaltung als Rückbau lokaler Selbstbestimmung und autonomer Errungenschaften.

Dass Arabisch als Hauptsprache der Bildung vorgeschrieben und Kurdisch lediglich auf den Status eines einzelnen Unterrichtsfachs reduziert wird, stößt auf Kritik: Darin sehen Beobachter eine Einschränkung des Rechts auf Muttersprache.

Wie der Sender Rûdaw berichtet, plant die syrische Regierung, in Hasaka eine staatliche Universität zu eröffnen und die Universität Rojava umzubenennen. Der stellvertretende Gouverneur von Hasaka, Ahmed el-Hilali, erklärte, Arabisch werde als Amtssprache der allgemeinen Bildung dienen, während Kurdisch erstmals in der Geschichte Syriens als Schulfach unterrichtet werde.

Ahmed el-Hilali, stellvertretender Gouverneur von Hasaka und Sprecher des Präsidialausschusses zur Umsetzung des Abkommens vom 29. Januar, sagte gegenüber Rûdaw, das syrische Hochschulministerium habe einen umfassenden Plan zur Eröffnung einer staatlichen Universität in Hasaka ausgearbeitet.

„Das Hochschulministerium verfolgt umfassende Pläne zur Weiterentwicklung der Hochschulbildung. Dazu zählen die Eröffnung einer staatlichen Universität in Hasaka sowie die Prüfung der Gründung privater Universitäten entsprechend dem Bedarf der Provinz“, sagte el-Hilali.

Universität Rojava soll umbenannt werden

Zur geplanten Umbenennung der Universität Rojava sagte el-Hilali, die Hochschule solle einen neuen Namen erhalten, der die gemeinsame nationale Identität aller in Hasaka lebenden Bevölkerungsgruppen widerspiegele.

El-Hilali erklärte: „Für die Universität Rojava wird ein geeigneter Name gewählt, der die gemeinsame nationale Identität aller Bürgerinnen und Bürger der Provinz Hasaka widerspiegelt.“

An den Unterrichtssprachen der Universität werde sich hingegen nichts ändern, so el-Hilali: „Die Grundsprachen der Lehre an der Universität Rojava sind bereits Arabisch und Englisch. Daran wird nichts geändert.“

Erstmals Kurdisch als Unterrichtsfach

Zum allgemeinen Bildungslehrplan, der von der Grundschule bis zur letzten Klasse des Gymnasiums gelten soll, sagte el-Hilali, der offizielle Lehrplan werde auf Arabisch basieren.

Zugleich teilte er mit: „Es wird zum ersten Mal in der Geschichte Syriens ein Lehrplan erarbeitet, in dem Kurdisch als Unterrichtsfach vorgesehen ist.“

Grenzübergang Nusaybin-Kamischli soll binnen drei Monaten öffnen

El-Hilali, der am Vortag gemeinsam mit einer Delegation der syrischen Regierung den Grenzübergang Nusaybin-Kamischli besichtigt hatte, erklärte, die Vorbereitungen für dessen Öffnung könnten etwa drei Monate in Anspruch nehmen.

Der Grenzübergang werde dazu beitragen, den Handel zwischen der Türkei und dem Irak über syrisches Gebiet neu zu beleben, so el-Hilali. Das Projekt sei von strategischer Bedeutung für Hasaka.

Minenräumung und technische Arbeiten laufen weiter

El-Hilali erklärte, er habe gemeinsam mit dem Leiter des Grenzübergangs Simalka, Hamud el-Hamud, die laufenden Arbeiten vor Ort besichtigt. In der Region würden weiterhin Minen geräumt, Gelände gesäubert und technische Vermessungen durchgeführt.

Die unter Aufsicht der Grenzübergangsbehörde durchgeführten Arbeiten dienten dazu, die technischen und logistischen Voraussetzungen für die Inbetriebnahme des Übergangs zu schaffen.

El-Hilali sagte: „Der Grenzübergang Nusaybin ist ein strategisches Projekt für Hasaka. Mit seiner Öffnung werden Handel, Transport und Transitverkehr zwischen der Türkei und dem Irak über syrisches Gebiet wiederbelebt. Zudem wird die Wiederaufnahme des Autobahnprojekts, das Nusaybin mit dem Grenzübergang Velid (Tel Koçer) verbinden soll, das wirtschaftliche Wachstum in der Region weiter stärken.“

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